Elmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Debatte im Gemeinderat: Wer gab den Anstoß zur Elektromobilität?

Die Förderung von Elektromobilität soll in Elmstein in den Leitfaden aufgenommen werden.
Die Förderung von Elektromobilität soll in Elmstein in den Leitfaden aufgenommen werden.

Die Förderung von Elektromobilität soll in den Leitfaden der Gemeinde Elmstein aufgenommen werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Das Gremium will sich außerdem dafür einsetzen, dass die Förderung von Elektromobilität in der Verbandsgemeinde Lambrecht zu einem Thema wird. Debattiert wurde darüber, wer den Anstoß zur Beschäftigung mit Elektromobilität in Elmstein gegeben hat – SWG, CDU oder SPD. Abgestimmt wurde über einen Antrag der SPD.

SWG-Fraktionssprecher Stefan Herter erinnerte daran, dass die SWG sich bei der Abstimmung über den Leitfaden dafür ausgesprochen hatte, die Installation von Elektro-Ladesäulen aufzunehmen. CDU-Ratsmitglied Patrick Roth habe damals dafür plädiert, dass Thema Elektromobilität zu berücksichtigen. Zudem habe die SWG schon im August 2020 die Installation von Elektro-Ladesäulen beantragt. Über den Antrag sei nie abgestimmt worden. Allerdings wurde dem Ratsprotokoll zufolge damals ein einstimmiger Beschluss gefasst, demzufolge die Bauverwaltung die Kosten für die Errichtung von Ladesäulen ermitteln und der Bauausschuss Standortvorschläge erarbeiten soll.

„Mehr als das Aufstellen von Ladesäulen“

Kritik äußerte auch Roth. Er berichtete, dass er wenige Tage, bevor die SPD ihren Antrag vorgelegt hat, in einer Mail an alle Ratsmitglieder und den Bürgermeister dafür plädiert hatte, Elektromobilität in den Leitfaden aufzunehmen. Außerdem habe er darüber informiert, dass es neue Fördermöglichkeiten für Ladesäulen gebe. „Man hätte hier die Möglichkeit gehabt, gemeinsam etwas auf den Weg zu bringen“, so Roth. Er bedauerte, dass Ortsbürgermeister Rene Verdaasdonk (SPD) nicht die Rolle eines Moderators zwischen den politischen Gruppierungen übernommen habe.

SPD-Fraktionssprecher Werner Gabler sowie Verdaasdonk betonten, dass die Förderung von Elektromobilität mehr sei als das Aufstellen von Ladesäulen. Letzteres sei nur mit Aufwand verbunden, meinte der Bürgermeister. Im SPD-Antrag heißt es, dass mit E-Carsharing Bürger auf ein zweites Auto verzichten könnten.

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