Gönnheim Das Feiern wird erschwert

Während der Weintage müssen alle Zufahrtswege zur Ortsmitte so gesperrt werden, dass eine Zufahrt unmöglich ist.
Während der Weintage müssen alle Zufahrtswege zur Ortsmitte so gesperrt werden, dass eine Zufahrt unmöglich ist.

Während der Weintage in Gönnheim am ersten Juli-Wochenende müssen alle Zufahrtsstraßen zur Dorfmitte so abgeriegelt werden, dass eine Zufahrt unmöglich ist. Totale Absperrungen von Festbereichen seien durch ein neues Landesgesetz vorgeschrieben, sagte Bürgermeister Wolfram Meinhardt (FWG) in einer Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch. Die Gemeinde werde das viel Geld kosten.

Für die Absperrungen genüge es nicht, Hindernisse – wie etwa große Wasserbehälter in Drahtkörben – auf die Straße zu stellen. Die Absperrungen müssten bestimmte Bedingungen erfüllen und zertifiziert sein, erläuterte Marc Weigel, Leiter des Ordnungsamts der Verbandsgemeindeverwaltung Wachenheim. Man werde wohl so um die 6000 Euro in die Hand nehmen müssen, um passende Absperrungen anzuschaffen, die dann in ein, zwei Jahren sicher ersetzt werden müssten, meinte der Bürgermeister. Er hoffe auf eine Lösung, an der sich alle Gemeinden der Verbandsgemeinde beteiligen können. Bei kleineren Festen im Ort sperrte man bisher die Straßen mit großen Feuerwehr-Fahrzeugen ab. Das gehe bei den mehrere Tage dauernden Wein- und Kulturtagen nicht, weil die Fahrzeuge bei einem Einsatz gebraucht werden könnten. Auch müssten die Feuerwehrleute vier Tage lang Wache an den Fahrzeugen schieben.

Neue Schilder für Feldwege

Die Mitglieder des Rats stimmten einer Anpassung der Satzung über die Benutzung der gemeindlichen Feld- und Waldwege einstimmig zu. Die sei erforderlich, weil inzwischen viele Radwege über Wirtschaftswege führen. Das Verhalten der Nutzer der Wege solle neu geregelt und die veraltete Beschilderung ausgetauscht werden, erklärte Weigel. Für alle Nutzer der Wege gelte „Achtung Augen auf“. Die Haftung der Gemeinden werde abgeschwächt.

Am Zebrastreifen am Ortsausgang nach Friedelsheim ist die Sicht nach Aussagen von Eltern für Kinder durch eine Barriere eingeschränkt. Das Ordnungsamt sei über das Problem informiert, so Meinhardt.

Soll die Gemeinde ein Zeichen setzen und finanzielle Einbußen hinnehmen, indem sie den Zigarettenautomaten in der Nähe der Bushaltestelle entfernen lässt oder ist das Zeichen setzen Sache der Eltern, darüber waren die Meinungen im Rat geteilt. Ein Bürger habe die Standort des Automaten moniert, so Meinhardt.

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