Kreis Bad Duerkheim Dankbar für besonderen Einsatz
Mit einem Festakt beging der TV „Frohsinn“ Gönnheim“ als größter Verein im Ort am Samstagabend seinen 125. Geburtstag. Etliche Gäste waren der Einladung gefolgt, der Saal der TV-Turnhalle war gut besetzt.
Im Mittelpunkt des Jubiläumsabends standen Ehrungen von Menschen, die sich um den zweitältesten Verein Gönnheims verdient gemacht haben. Vereinsvize Dennis Biebel ernannte Eberhard Linke, Heinrich Pitz und Günter Best auf Beschluss der Vereinsführung zu Ehrenvorsitzenden. Durch den Abend führten Arnim Poser und Sarah Kirsch. Von ihrer „schönsten Seite“ zeigten sich Kassiererin Christine Kirsch, geborene Pitz und Tochter des frisch gebackenen Ehrenvorsitzenden Heinrich Pitz, und Schriftführerin Dagmar Poser bei ihrer Festrede. Erstens, um zu zeigen, dass die Frauenquote beim TV Gönnheim erfüllt und die Aufgaben in der Vereinsführung gut verteilt seien, außerdem um für einen Vorsitzenden zu werben, der dem Verein im Moment noch fehle, so Kirsch. Sie sei „dankbar“ für jeden „einzigartigen“ Menschen, der den Verein und speziell dieses Fest zu etwas „Besonderem“ werden lasse, führte Poser aus. In ihrer Rede standen diese drei Eigenschaftswörter mit Blick auf das Vereinsleben im Mittelpunkt. Im Verein sei Sport am schönsten, fand Walter Benz. Er gratulierte als Vizepräsident für Breitensport beim Sportbund Pfalz „von Herzen zum Geburtstag“. Die Sportkreisvorsitzende Erika Müller-Kupferschmidt aus Bad Dürkheim hatte einen Eichenkranz mitgebracht, den sie selbst bei einem Turnfest anlässlich des 80. TV-Jubiläums errungen hatte. Benz zeichnete Waldemar Binder, Wolfgang Bentz und Angelika Merz mit der Bronzeplakette des Sportbundes aus, Günter Best und Christine Kirsch bekamen die Silberne Ehrennadel und Eberhard Linke die Ehrennadel des Sportbundes in Gold. Die Ehrennadel des Turnerbundes bekamen Konrad Bauer, Hilde Strasser, Angela Pitz und Christine Kirsch für ihre langjährigen Übungsleitertätigkeiten verliehen. „Ihr Verein ist nicht Geschichte, er hat Geschichte“, legte der Kreisvorsitzende des Südwestdeutschen Fußballverbandes, Klaus Karl, dar. Der TV Gönnheim habe das jenen Männern und Frauen zu verdanken, die bereit waren, ihre Freizeit für den Verein zu opfern. Sie habe vor 25 Jahren zum Hundertjährigen auch hier gestanden und einen Vortrag über die Vereinsgeschichte gehalten, scherzte Linde Blaul. Weil ihre praktischen turnerischen Fähigkeiten etwas verkümmert seien, drücke sie eben damit ihre Verbundenheit mit dem Turnverein aus. „Die Kette großartiger Leute, die sich um den Verein bemüht haben, ist nie abgerissen, sie reißt weiter nicht ab“, konstatierte Blaul. Ortsbürgermeister Wolfram Meinhardt meinte, es sei gar nicht hoch genug zu bewerten, dass der TV die Halle, „in der wir heute sitzen“, aufgebaut habe und instand halte. Der Verein habe sich den Veränderungen angepasst. Für die Zukunft brauche es Leute, die sich in der Vereinsführung engagierten, sagte Meinhardt mit Blick auf die Mitgliederversammlung des Vereins am 17. März und den vakanten Posten des Vorsitzenden. „Ganz schön alt geworden und doch unglaublich jung geblieben“, sei der TV „Frohsinn“, bestätigte Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel, für den der Turnverein zu einem Dorf gehört wie die „Kärsch unn die Wertschaft.“ Der Turnverein liege so ziemlich zwischen diesen beiden, denn er halte „Leib und Seele“ zusammen. Der Sport macht starke Arme und schützt uns durch Vereine vor der Einsamkeit, zitierte Bechtel Joachim Ringelnatz. Zahlreiche musikalische Beiträge, die TV-Bauchtanzgruppe und ein Sketch der Theatergruppe lockerten den Jubiläumsabend auf. (mkö)