Kreis Bad Duerkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Corona-Fall in Wachenheim: Weitere Personen getestet

Die Kita Pusteblume bleibt – so der Stand am Donnerstag – zwei Wochen geschlossen.
Die Kita Pusteblume bleibt – so der Stand am Donnerstag – zwei Wochen geschlossen.

Einen Tag nach dem bestätigten Corona-Fall gelten in Wachenheim weiter die am Mittwoch getroffenen Vorsichtsmaßnahmen: Die Kita bleibt geschlossen. Das Gesundheitsamt empfiehlt für 160 Kinder und rund 25 Erzieherinnen die häusliche Quarantäne. Ob es weitere Corona-Fälle gibt, soll sich am Freitag zeigen. Das kann – je nach Ergebnis – zu einer Neueinschätzung der Lage führen.

Der mit dem Coronavirus infizierten Wachenheimerin geht es laut Silke Basenach, Leiterin des Gesundheitsamts, gut. Alle Personen, mit denen die Erkrankte nachvollziehbar in Kontakt stand, seien informiert und kontaktiert worden. Die Ergebnisse des Labortests der getesteten Kontaktpersonen werden nach Angaben der Gesundheitsamt-Leiterin für Freitag erwartet. Die mit dem Coronavirus infizierte Frau steht mit ihrer Familie unter häuslicher Quarantäne.

Weil das Kind der Frau die örtliche Kita besucht, gilt eine Empfehlung des Gesundheitsamts für häusliche Quarantäne für die Kita-Kinder und die Erzieherinnen. Diese Empfehlung richtet sich aber nicht an die anderen Familienmitglieder (wir berichteten). Ziel sei es, so die Infektionskette zu unterbrechen, erklärt Basenach.

„Die Risikobewertung ist Stand gestern, die kann sich täglich ändern, im Guten wie im Schlechten“, sagt Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) am Donnerstagnachmittag. „Wir halten uns an die Empfehlungen des Gesundheitsamtes.“

„Alle Meinungen vertreten“

Die Stimmung in Wachenheim sei ruhig. Zum Virus und den getroffenen Maßnahmen habe aber jeder eigene Ansichten. „Alle Meinungen sind vertreten“, sagt Bechtel. Er hatte mit Basenach am Mittwoch einen Elternabend im Kindergarten veranstaltet. Rund 80 Eltern seien gekommen. Manche hätten die Notwendigkeit hinterfragt, die Kita zu schließen. Anderen wiederum ging die Maßnahme nicht weit genug. Sie hätten sich auch eine Schließung der Schule gewünscht.

Ebenso unterschiedlich würden die Arbeitgeber der Eltern reagieren, deren Kinder für zwei Wochen zu Hause bleiben sollen. Bei einigen herrsche Anwesenheitspflicht, andere Arbeitgeber seien vorsichtiger. „Die Risikobewertung ist auch bei den Firmen unterschiedlich“, beobachtet Bechtel. Auch am Donnerstag seien bei der Verwaltung Fragen aufgetaucht: Wer sich unsicher ist, ob er Kontakt mit der Infizierten hatte, werde ans Gesundheitsamt weitergeleitet. Eine andere Frage konnte die Verwaltung hingegen beantworten: Ja, der Stadtrat am Donnerstagabend finde trotz der aktuellen Situation statt.

Die Verwaltung stehe in regelmäßigem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. „Wir werden informiert, wenn sich die Lage in irgendeiner Form ändert“, so Bechtel.

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