Nils berichtet Bunte Verwandlung am Straßenrand
Wie das vor sich ging, kann man auf einem Schild lesen. Der frühere Zierrasen wurde oft gemäht. Das wird auf vielen Flächen und Grünstreifen gemacht. Dort kann keine Blütenpracht entstehen. Der Grund ist einfach: Zwischen den vielen Mäh-Aktionen bleibt den Pflanzen nicht genug Zeit, ihre Samen auszubilden. Ohne Samen keimen keine Wiesenblumen. Und wo nichts zum Blühen kommt, da finden Insekten keine Nahrung.
Auf der Wachenheimer Wildblumenwiese läuft das anders. Hier wird nach dem Aussäen und Aufwuchs viel seltener gemäht. Zur Zeit blühen vor allem Kornblumen und roter Klatschmohn. Die Kornblumen leuchten in herrlichem Blau. Sie heißen so, weil sie früher besonders oft in Getreidefeldern vorkamen. Ihre Blüten sind bei Insekten sehr beliebt.
Steinhummeln gern bei den Blumen zu Gast
Vor allem fallen jetzt die Steinhummeln auf. Diese pelzigen Besucher erkennst du am rotbraunen Endteil des Hinterleibs. Ihr übriger Körper ist tiefschwarz. Die Männchen haben noch etwas Gelb im dunklen Samtpelz. Vor Hummeln brauchst du keine Angst zu haben. Das sind ganz friedliche Brummer, und du kannst sie aus allernächster Nähe betrachten.
Überhaupt macht man in blühenden Wiesen tolle Entdeckungen! Mehrere Flächen wurden in Wachenheim so bunt umgestaltet. Die Idee dazu kam von Christian Klug, dem Leiter des städtischen Bauhofs. Er freut sich, dass sich auch viele Spaziergänger für die Wiesenblumen interessieren. Auf den Schildern steht übrigens noch etwas: Man soll die Flächen nicht betreten und keine Hunde darauf rennen lassen. „Daran halten sich die Leute“, sagt Klug zufrieden.