Kreis Bad Duerkheim Birkengold und Pechstein
Man sieht sie jetzt von Bäumen und Reben fallen, die letzten bunten Blätter. Bei einem Spaziergang zwischen Wachenheim und Forst lässt sich auf vulkanischem Boden noch etwas herbstliche Farbenpracht genießen.
Zwei Möglichkeiten bieten sich als Ausgangspunkt an: Von Wachenheim kommend geht man Richtung Wald den asphaltierten Wirtschaftsweg, der am nördlichen Ortseingang von Forst abzweigt. Hier kann man aber auch hinauffahren, um vom kleinen Waldparkplatz am Eingang des Margarethentals zu starten. Von dort geht man ein kurzes Wegstück wieder hinunter, um die nächste Abzweigung nach links zu nehmen. Nun spaziert man am sogenannten Musenhang entlang Richtung Wachenheim. Mit dem schmucken Turm der St. Georg-Kirche liegt die kleine Stadt malerisch da, deren Jubiläumsjahr sich allmählich dem Ende zuneigt. Bevor der Weg nach links zum Waldrand zurückführt, nimmt man rechts hinunter eine schmale Treppe. Der Abstieg ist gekennzeichnet: Man befindet sich jetzt auf dem Weg mit der Nummer 10. Es geht ein kurzes Stück nach Norden, dann scharf zurück und schließlich ostwärts. Nun hat man die Rheinebene vor sich mit einem weiten Ausblick auf Dörfer und Städte, während sich linker Hand die Wachtenburg erhebt. Den Weg säumen schöne Bäume, darunter Kirschbäume und eine Reihe von Birken. Sie tragen noch golden gefärbtes Laub, das bei heiterem Wetter umso stärker leuchtet. Eine besonders vergängliche Schönheit, denn mit den aufkommenden Herbstwinden fallen auch die letzten Blätter. Auch die Weinbergzeilen werden nun kahl: Unter dem Blick des Spaziergängers sinkt leise raschelnd das Rebenlaub zu Boden. An einer bald folgenden Weggabelung hält man sich halb rechts und nimmt danach den nächsten Weg, der nach Süden abbiegt und bald leicht ansteigt. Die nächste Möglichkeit nach rechts führt wieder aufwärts zum Waldrand an den Parkplatz am Margarethental. Eine der Spitzenweinlagen, durch die man hier kommt, heißt Pechstein. Ihr wärmespeichernder Boden setzt sich zusammen aus Buntsandsteingeröll und einem hohen Anteil schwarzen Basalts. Als vor vielen Millionen Jahren der nahe Vulkan noch aktiv war, trat basaltisches Magma aus und erstarrte. Von seiner dunklen Färbung stammt der Name des Pechsteinkopfs. In den Weinbergen bei Wachenheim und Forst gedeihen auf der reichhaltigen Gesteinsmischung vorzügliche, charakteristische Weine. |lad