Meinung Beigeordneten-Wahlen offenbaren frühe Risse in den Räten

Schon gleich in den konstituierenden Sitzungen gab es Ärger.
Schon gleich in den konstituierenden Sitzungen gab es Ärger.

Vielerorts wurde von gemeinsamer Zusammenarbeit für das Wohl der Dörfer gesprochen. Die Beigeordneten-Wahlen sprechen eine andere Sprache.

Wer würde schon gerne fünf Jahre lang jemanden an seiner Seite haben, dem er womöglich nicht vollends vertraut? Eben. Auch wenn viele Fraktionen gerne betonen, dass man auf kommunalpolitischer Ebene zumeist einer Meinung ist, wenn es um die Inhalte geht und das entsprechend nicht mit der großen politischen Bühne der Bundespolitik verglichen werden kann: Geht es um die Wahl der Beigeordneten, sieht die Sache schnell anders aus.

In Beindersheim etwa, wo die SPD mit ihrer Mehrheit den ehemaligen Ersten Beigeordneten in zwei Abstimmungen hat verlieren lassen, um SPD-Kandidaten auf die Posten zu setzen. Das ist ihr demokratisches Recht, doch so ein Verhalten hinterlässt Risse. CDU-Mann Peter Milla, besagter ehemaliger Erster Beigeordneter hat sich in der Folge ganz aus dem Rat verabschiedet. In Lambsheim war es wiederum die CDU, die mit Stimmen der kleineren Fraktionen die zweitstärkste Kraft, die SPD, ärgerte, welche zuvor Anspruch auf einen Beigeordneten-Posten stellte. Offensichtlich wollte man lieber Personen haben, die mehr Erfahrung darin haben als Uwe Volk. Zudem ist Volk jetzt der Weg verbaut, als Beigeordneter Erfahrung in verantwortungsvoller Position zu sammeln – ein Nachteil, sollte er in Zukunft erneut für die Wahl des Ortsbürgermeisters kandidieren.

In Dirmstein hatte die Initiative Dirmstein (ID) damit geworben, alle ins Boot holen zu wollen. Doch auch hier gab es Streit mit der SPD um die Beigeordneten-Posten, woran nicht zwingend die ID Schuld sein muss. Doch obwohl es eine Dreierkoalition mit FWG und CDU gibt, erhält die ID zwei Ämter, die CDU geht leer aus. Jan Storminger hatte zwar angesichts des Wahlergebnisses der CDU keinerlei Ansprüche dieser Art angemeldet, ein richtiges Zeichen aber wäre es gewesen.

Die neuen Beigeordneten werden sich letztlich an ihrer Arbeit messen lassen müssen.

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