Kreis Bad Duerkheim Bauprojekt sorgt für Unmut

Auf diesem Grundstück plant ein Investor den Bau eines dreistöckigen Gebäudes. Die Mitglieder des Stadtrats sind dagegen, weil s
Auf diesem Grundstück plant ein Investor den Bau eines dreistöckigen Gebäudes. Die Mitglieder des Stadtrats sind dagegen, weil sie der Ansicht sind, die Bebauung füge sich nicht ins Stadtbild ein.

Ein Investor will auf einem freien Eckgrundstück ein dreistöckiges Gebäude mit fünf Wohnungen errichten. Der Deidesheimer Stadtrat hat dieses Ansinnen bereits 2015 und in seiner jüngsten Sitzung erneut abgelehnt. Dass die Kreisverwaltung Bad Dürkheim den Antrag trotzdem für genehmigungsfähig hält, hat für Diskussionen im Gremium gesorgt.

Der Antrag eines Investors, auf einem freien Eckgrundstück am Ende der Schlosswiese und der Appengasse in Deidesheim ein dreistöckiges Gebäude mit fünf Wohnungen zu bauen, wurde von den Mitgliedern des Deidesheimer Stadtrats aktuell erneut abgelehnt. Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) befürchtet, dass die Kreisverwaltung Bad Dürkheim trotzdem eine Baugenehmigung erteilen wird. Eine Bauvoranfrage war vom Stadtrat bereits 2015 abgelehnt worden. Daraufhin hatte der Investor die Planung reduziert und einen Bauantrag gestellt. Den hatten die Mitglieder des Stadtrats im Juni abgelehnt. Die Bauabteilung der Kreisverwaltung ist der Ansicht, dass der Antrag genehmigt werden müsse und teilt die Argumente der Ratsmitglieder gegen das Bauvorhaben nicht, deshalb war nun eine erneute Abstimmung erforderlich. „Das Objekt ist nicht besser geworden“, brachte Grünen-Fraktionssprecher Herbert Latz-Weber die einhellige Meinung auf den Punkt. Das geplante Gebäude „passt vom Stil, der Dachform und der Geschossflächenzahl nicht zum Stadtbild“, so Dörr. Unter anderem sei der Bau zu hoch und das vorgesehene Flachdach passe nicht zur Umgebung. Dadurch, dass das Gebäude an einer „sehr exponierten Stelle“ gebaut werden soll, falle die Beeinträchtigung des Stadtbilds umso mehr auf. Zudem seien die Parkplätze, so wie sie vorgesehen sind, nicht nutzbar, sagte Franz Arnold (FWG). Nach Angaben von Dörr hat der Investor gesagt, die Kreisverwaltung habe ihm zugesichert, dass er unabhängig von der Entscheidung des Stadtrats eine Baugenehmigung bekomme. Das sorgte für Ärger im Stadtrat. „Wofür sitzen wir hier, wenn die Kreisverwaltung über uns hinweg entscheidet“, fragte Latz-Weber.

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