Hassloch
Bauhaus-Fachmarkt mit EHI-Umweltpreis ausgezeichnet
Zu den rund 800 Mitgliedern des EHI Retail Institute zählen internationale Handelsunternehmen und deren Branchenverbände, Hersteller von Konsum- und Investitionsgütern und Dienstleister. Fachpublikationen und -kongresse, Datenbanken, Prüfsiegel und Zertifizierungen zählen zu seinen Leistungen. Eine Studie eines Vorgänger-Instituts des EHI hat die Grundlage für die bekannten „schwarzen Balken“ auf fast allen Produkten geliefert. Inzwischen werden diese Barcodes von der EHI-Tochterfirma GS1 Germany verwaltet.
Mit dem Energiemanagement Award zeichnet das EHI jährlich herausragende Umwelt- und Energiemanagementkonzepte, Energieeffizienzprojekte sowie innovative Technologien aus, die eine besondere Bedeutung für den Klimaschutz haben.
Effiziente Beleuchtung
Einer der beiden Preisträger 2020 ist der Ende September dieses Jahres eröffnete Bauhaus-Fachmarkt in Haßloch. Nach dem Urteil der unabhängigen Fachjury hat das Unternehmen nicht nur ein Gebäude im Effizienzhaus-Standard 55 errichtet, sondern ein für den „lagerhallenartigen Betriebstyp Baumarkt“ außergewöhnlich hohes Niveau der Energieeinsparung erreicht. Dabei hätten vor allem die effiziente Beleuchtung, die rund 2700 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sowie die Planung des Gesamtpakets als „Musterbauweise“ für künftige Baumärkte überzeugt. Die Photovoltaik-Anlage deckt nach Angaben von Bauhaus rund zwei Drittel des Eigenbedarfs an Strom ab und speist erwirtschaftete Energieüberschüsse in das örtliche Stromnetz ein. Bauhaus hat nach dem Urteil der Jury in Haßloch einen sehr anspruchsvollen und wirtschaftlich realisierbaren Effizienzstandard geschaffen, der auf eine fortlaufende Steigerung abziele.
Konzepte zur Energieeinsparung lohnen sich nach Auffassung des EHI besonders im Handel, denn der ressourcenschonende Einsatz von Energie sei durchaus ein wettbewerbsentscheidender Aspekt. Über den EHI Energiemanagement Award solche Projekte in der Branche bekannt zu machen, soll dabei helfen, Fortschritte im Sinne einer nachhaltigeren beziehungsweise klimafreundlicheren Wirtschaftsweise anzustoßen oder zu beschleunigen.
„Richtungsweisende Investition“
Steffen Walter, Leiter der Bau- und Planungsabteilung bei Bauhaus, sieht in der Auszeichnung eine „eindrucksvolle Bestätigung für die richtungsweisende Investition und das konsequente Umsetzen innovativer Konzepte beim Bau und Betrieb der Bauhaus-Fachzentren“.
Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben seit Jahren daran, den eigenen Energieverbrauch zu senken. Dachbegrünung im Sinne des Insektenschutzes, Tageslichtzonen, die nachhaltige Nutzung von Regenwasser, hochmoderne Heizungsanlagen und energiesparende LED-Technik für alle Beleuchtungsanlagen gehörten zum Standard bei der Errichtung neuer Baumärkte. Schritt für Schritt würden auch ältere Gebäude umgerüstet und an die neuen Leitlinien angepasst. Seit 2013 werde die neue Generation der Fachmärkte nach dem „Green Building Standard“ der EU errichtet. Auch seine Kunden wolle Bauhaus bei energieeffizientem und ressourcenschonendem Handeln unterstützen: Die Fachmärkte würden daher nach und nach mit Ladestationen für E-Mobilität ausgestattet.
In der neunköpfigen Jury waren unter anderem das Umweltbundesamt, das Öko-Institut, die Deutsche Energie-Agentur, der Mittelstandsverbund-ZGV und der Handelsverband Deutschland vertreten.