Kreis Bad Duerkheim Bachschleifen und Windröschen

Noch stehen die meisten Waldbäume ohne Laub da, aber in einigen Kronen sprießt das erste frische Grün aus den Knospen. Bei einem Spaziergang von Drei Eichen hinunter ins Poppental wechseln sich zwischen Berghang und Bachtal viele Baumarten ab, die unterschiedlich schnell austreiben.
Am Parkplatz Drei Eichen nimmt man den Fußweg mit der Markierung des gelb-roten Balkens, der zunächst ein kurzes Stück in südwestliche Richtung führt. Nach einem halben Kilometer durch Kiefernwald erreicht man das Tal. Hier zieht der Schwabenbach in vielen Schleifen seine verspielte Bahn. Der schmale Weg führt über den Bach hinweg und folgt seinem Lauf in östliche Richtung. Unten im Tal setzt sich der Wald ganz anders zusammen als an den trockenen Bergflanken. An vielen Stämmen, deren Wetterseite feuchter ist, wächst Moos. Stellenweise entdeckt der Spaziergänger im Tal Wassertümpel. Auf solch nassen Standorten können nur bestimmte Bäume überleben: Im Poppental sind viele Schwarzerlen zu finden, die sich an den dauerfeuchten Boden angepasst haben. Nach einigen Gehminuten kommt man an den kleinen „Eisbrunnen“, der munter plätschernd glasklares Wasser spendet. Gegenüber, auf der anderen Bachseite, hebt eine mächtige Eiche ihre ausladende Krone weit in den Himmel. Dass Eichen und Rotbuchen im frühen April noch kein Laub tragen, nutzen unten am Waldboden die Frühblüher: Zarte Buschwindröschen sind darauf angewiesen, viel Licht einzufangen. Mit ihren hübschen weißen Blüten säumen sie jetzt an vielen Stellen das Bachufer. Ihre Blütezeit endet jedoch, sobald das Blätterdach dichter wird und den Wald beschattet. Immer wieder fliegen in diesen warmen Tagen Zitronenfalter durch das Tal. Sie sind aus der Winterstarre erwacht und die leuchtend gelben Männchen machen sich auf Brautschau. Zitronenfalter-Weibchen erscheinen dagegen unauffällig weiß-grünlich. Nach einer Weile führt der schmale Fußweg auf einen breiten Forstweg. Kurz darauf kann man weiter auf einem Pfad nah am Bach dem gelb-roten Zeichen folgen. Für den Rückweg bietet sich der breite Hauptweg durch das Poppental an, bevor es das letzte Stück wieder bergauf zu den Drei Eichen geht. (lad)