Gerolsheim Bürgermeisterwahl: FWG setzt auf Simone Ulrich

Simone Ulrich ist im Frankenthaler Umland die einzige Frau, die sich um ein Bürgermeisteramt bewirbt.
Simone Ulrich ist im Frankenthaler Umland die einzige Frau, die sich um ein Bürgermeisteramt bewirbt.

Bei den Kommunalwahlen am 9. Juni wird sich Simone Ulrich um das Ortsbürgermeisteramt in Gerolsheim bewerben. Die Mitglieder der örtlichen Freien Wählergruppe haben sie jetzt wie geplant nominiert. Amtsinhaber Erich Weyer (FWG) will nicht noch einmal kandidieren.

Die 45 Jahre alte Bilanzbuchhalterin und frühere Schwimmsportlerin stammt aus Römerberg und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern seit 2011 in Gerolsheim. 2019 wurde sie in den Gemeinderat gewählt. Ulrich ist Mitbegründerin der überaus aktiven Initiative „Gerolsheim bewegt sich“. Die Bürgergruppe hat unter anderem einen regelmäßigen Dorftreff ins Leben gerufen und in Zusammenarbeit mit Landwirten einen Lehr- und Wanderpfad am Palmberg ausgewiesen.

Wäre das nicht was für Sie? Diese Frage sei ihr im Dorf in Sachen Bürgermeisterwahl häufig gestellt worden, berichtet Ulrich. „Ja, ich kann mir das vorstellen, würde dann aber in große Fußstapfen treten. Erich Weyer hat ja sehr viel für Gerolsheim bewegt.“ Die Motivation für ihre Kandidatur nehme sie aus der bisherigen Arbeit der Bürgerinitiative und der fünfjährigen Mitarbeit im Gemeinderat.

Bürgermeister und Beigeordneter loben Ulrich

Zur Kandidatin ernannt wurde Ulrich von 22 FWG-Mitgliedern einstimmig. Wegen eines Formfehlers war die Wahl bei dem Treffen im Februar zur Aufstellung der Gemeinderatskandidaten nicht möglich gewesen. Der Vorsitzende der Gruppe und Gerolsheimer Beigeordnete, Reinhold Kuales, sowie Ortsbürgermeister Erich Weyer finden, die Kandidatin sei offen, sympathisch und kommunikativ. Sie sei kompromissfähig, aber auch hartnäckig im Umgang mit Behörden wie der Kreis- oder der Verbandsgemeindeverwaltung.

Was Simone Ulrich im Amt wichtig sein wird, steht in einer Wahlkampfbroschüre. Unter anderem nennt sie als Ziele eine gute Ausstattung und die Erweiterung des Kindergartens, das Einfordern der Grundschulsanierung, die Neuregelung des Parkens in den Ortsstraßen, Tempo 30 im ganzen Ort sowie ein Straßensanierungskonzept. Die Bürgerbeteiligung wird bei ihr großgeschrieben, ebenso der Ausbau von Freizeitangeboten für Einheimische und Touristen. Den Projekten Waldinsel, Wein-Aktiv-Lehrpfad und Blumenwiese sollen weitere Aktionen für den Umweltschutz folgen, und auch einen sogenannten Kinderwingert hält sie für eine gute Idee.

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