Kreis Bad Duerkheim Auf Spurensuche

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Ein Kirchenlied, das auch gerne in Erstkommuniongottesdiensten gesungen wird, erzählt von Menschen, die aus Dörfern und aus Städten kamen, um Jesu Spuren zu folgen. Mal gespannt, mal eher skeptisch, manche zögernd, viele gern, heißt es in der ersten Strophe des Liedtextes. Die Leute wollten den Menschen Jesus kennenlernen, sie sind den Weg mit ihm gegangen bis zu seiner Verurteilung, seinem Tod am Kreuz. Und dann? Da gab es diejenigen, die sich in ihrer Skepsis bestätigt sahen, andere, deren Hoffnungen enttäuscht worden waren, die sich resigniert zurückzogen und solche, die sich betrogen fühlten um ihre Lebensträume. Und dann waren da diejenigen, die Ostererfahrungen machten. Diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass sich Gemeinden bildeten, Menschen fanden, die seine Anliegen weiter verfolgten, die ihren Glauben lebten, die die Botschaft Jesu in die Welt trugen. Die Geschichte des Christentums beginnt. Heute sehen manche diese Geschichte zumindest in Europa an ein Ende kommen. Für die einen ist das der konsequente Lauf der Zeit. Andere beklagen die Entwicklung mit Sorge. Skepsis, enttäuschte Erwartungen, Resignation lassen sie zeichenhaft am Karfreitag stehenbleiben. In den Wochen der Osterzeit werden in den Gottesdiensten biblische Erzählungen von Erfahrungen mit dem Auferstandenen verkündet. In ihrem Alltag entdecken Menschen Spuren der Gegenwart Jesu, sei es bei der Arbeit beim Fischfang, beim gemeinsamen Unterwegssein, im Gespräch über ihre Lebenserfahrungen, beim Brechen des Brotes. Diese Erzählungen laden uns ein, dass auch wir in unserem Alltag auf Spuren Jesu im Leben achten. Dabei können wir auch heute nicht wenigen Menschen begegnen, die im Geist Jesu Christi handeln, die aus dem Glauben Kraft schöpfen und den Mut haben, in seinem Sinn die Welt zu gestalten. Nicht jeder lebt in allem in den tradierten Formen, in denen früher Christsein gepflegt wurde. Viele tragen ihre Haltung und ihren Glauben auch nicht lautstark missionarisch an die Öffentlichkeit. Aber in ihrem Handeln kann dennoch die Botschaft Jesu Christi ihre Wirkung entfalten. Da sind viele, die Armen oder Reichen, Starken wie Schwachen, Bekannten wie Fremden, mit Achtung und Respekt begegnen, weil sie jedem Menschen die Würde als Geschöpf Gottes zuerkennen. Diejenigen, die in diesem Geist für Frieden und Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eintreten. Da sind die Kinder, die in diesen Tagen Erstkommunion feiern und in einer neuen Weise Jesus Christus begegnen. Und da sind die Jugendlichen, die sich konfirmieren ließen oder für die Firmung entscheiden und ihre Fragen nach der Bedeutung Gottes für ihr Leben stellen. Manche zögernd, viele gern folgen wir den Spuren Jesu und werden selbst zu Boten, dass der Ruf noch gilt, der lief: eingeladen zum Fest des Glaubens. So endet unser Lied. —Annette Nitsch ist Pastoralreferentin in der katholischen Pfarrei Heilige Theresia vom Kinde Jesu

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