Elmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Anwohner beschweren sich über Parkboxen

Die eingezeichneten Parkboxen sind Stein des Anstoßes.
Die eingezeichneten Parkboxen sind Stein des Anstoßes.

Anwohner der Hasselbachstraße in Elmstein haben erneut in einem Schreiben an den Bürgermeister und den Gemeinderat gefordert, dass die Probephase mit eingezeichneten Parkboxen in der Straße sofort abgebrochen wird. Die Unterzeichner beklagen sich, dass sie in ihrer „Lebensqualität“ und ihrer „Freiheit massiv eingeschränkt“ würden.

Die Einzeichnung der Parkboxen hatte der Fachbereich Bürgerdienste der Verbandsgemeindeverwaltung Lambrecht auf dringende Bitte des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Speyer angeordnet. Anwohner der Straße hatten regelmäßig so dicht geparkt, dass man nur langsam fahren kann. Dieses Parken habe auch dazu geführt, dass Fahrzeuge des Straßendienstes, Busse und andere große Fahrzeuge nicht durchkamen, so Ortsbürgermeister Rene Verdaasdonk (SPD) in der Ratssitzung. Im Ernstfall hätten auch Rettungsfahrzeuge Probleme gehabt. „Der LBM hatte genug davon, dass das Räumfahrzeug nicht mehr durchkommt“, so Verdaasdonk.

„Mit Tempo 50 oder 60 wird durchgerast“

Die Probe-Parkregelung habe zur Folge, dass mit 50 bis 60 Stundenkilometern durch ihre Straße „gerast“, werde, beklagen sich Anwohner. In der Hasselbachstraße, die eine Kreisstraße ist, sind 50 Stundenkilometer erlaubt. Sie ist die einzige Zufahrt in den Ortsteil Schafhof, ansonsten ist in der Straße nur während der Öffnungszeiten der Grünabfall-Sammelstelle Durchgangsverkehr. Durch die Parkregelung werde nicht nur das Leben der Anwohner gefährdet, ihre Grundstücke würden an Wert verlieren und wer falsch parke, werde mit Protokollen „gegängelt“, heißt es in dem Schreiben der Anwohner.

Gefordert wird, dass die Mitglieder des Gemeinderats in einer „namentlichen Abstimmung“ über eine Beendigung der Parkregelung entscheiden sollen. Der Gemeinderat könne darüber nicht entscheiden, sagte SWG-Fraktionssprecher Stefan Herter. Die Regelung sei „eine Schnapsidee“ des Bürgermeisters und des Beigeordneten Stefan Kobel (CDU), versuchte Herter Verdaasdonk den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Zuständig seien die Verbandsgemeindeverwaltung und der LBM, korrigierte SPD-Fraktionssprecher Werner Gabler.

Annette Aull (CDU) und Patrick Roth (CDU) sprachen sich dafür aus, dass in der Hasselbachstraße die erlaubte Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert wird.

Verdaasdonk versprach den Anwohnern, dass er sich für eine Rücknahme der Parkregelung einsetzen wird.

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