Maikammer RHEINPFALZ Plus Artikel Acht bezahlbare Wohnungen in der Neugasse

Sozialer Wohnungsbau wird bei dem Projekt in Maikammer betrieben.
Sozialer Wohnungsbau wird bei dem Projekt in Maikammer betrieben.

In der Neugasse 31 in Maikammer plant Ralf Uhl, Geschäftsführer der Girma Gerst Projektbau in Edenkoben, den Neubau eines Gebäudes mit acht Wohneinheiten. Im Juni soll es losgehen. Uhl selbst tritt dabei als privater Investor auf. Darüber informierte Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) in der Gemeinderatssitzung am Dienstag.

Uhl hat das Gebäude von der Gemeinde gekauft. Nach einem öffentlichen Interessenbekundungsverfahren hatte sich die Firma Gerst Projektbau für das Vorhaben beworben. Das besondere: Es handelt sich um eine Baumaßnahme für den sozialen Wohnungsbau.

Wie Uhl sagte, gelten die Vorgaben für den sozialen Wohnungsbau in solchen Häusern für 25 Jahre, er aber werde diese solange erfüllen, wie das Gebäude steht. Auch wenn es zu einem Verkauf käme, müsse der Käufer die Richtlinien für den sozialen Wohnungsbau übernehmen.

Einen Wohnberechtigungsschein erhält nur, wer die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Der Quadratmeterpreis für Mieten beginnt im sozialen Wohnungsbau bei 5,10 Euro für Menschen, die über einen solchen Schein verfügen. Schäfer lobte Uhls Engagement, das in der heutigen Zeit alles andere als alltäglich sei. Bei Neubauten liegen die Mietpreise in Maikammer nach Angaben von Schäfer derzeit zwischen 9,50 und zehn Euro pro Quadratmeter.

Die Vermietung der Wohnungen soll in enger Abstimmung mit der Verwaltung erfolgen. Die Ortsgemeinde werde auch in Zukunft Möglichkeiten zur Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum ausloten, so Schäfer.

Der Abbruch des bestehenden Hauses in der Neugasse beginnt im Juni. Bis Endes des Jahres soll der Rohbau inklusive Fenstereinbau stehen. Im Juli 2021 ist der Abschluss aller Baumaßnahmen vorgesehen.

Ärztehaus dauert noch

Etwas warten muss man hingegen noch mit dem Bau des Gesundheitszentrums/Ärztehauses, das im Oberen Schnetzweg geplant ist. Die Offenlage des Bebauungsplanes ist zwar schon erfolgt, die vorgebrachten Einwände können aber erst behandelt werden, sobald ein Umweltgutachten vorliegt. Eine Begutachtung des Areals soll im Juli 2020 erfolgen. Neben dem Gebäude, dass nach dem Abriss einer Halle auf dem Gebiet einer ehemaligen Baufirma entstehen soll, ist auf der gegenüberliegenden Seite auch der Bau eines Parkplatzes vorgesehen. Bürgermeister Schäfer hofft, dass das Projekt im August vom Rat beschlossen wird und der Baustart dann baldmöglichst erfolgen kann.

Das Urnengrabfeld auf dem Friedhof wird um vier Plätze erweitert, sodass dann 15 freie Plätze zur Verfügung stehen. Im nordöstlichen Bereich soll langfristig ein reines Urnenfeld entstehen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Ruhezeiten der bestehenden Gräber abgelaufen sind. Mit der Planung wird Kurt Garrecht vom gleichnamigen Architekturbüro in Herxheim beauftragt.

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