BAd Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel 830 Ukrainer im Landkreis Bad Dürkheim untergekommen

Heute werden die ersten Flüchtlinge aus Erstaufnahmeeinrichtungen erwartet.
Heute werden die ersten Flüchtlinge aus Erstaufnahmeeinrichtungen erwartet.

830 Flüchtlinge aus der Ukraine sind bislang im Kreis Bad Dürkheim registriert worden. Heute werden nach Angaben der Kreisverwaltung die ersten Geflüchteten aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Speyer erwartet.

„Die Verteilung der Flüchtlinge ist keine gesteuerte Sache“, erläutert Johannes Henrich vom neu gegründeten Flüchtlingskrisenstab beim Kreis. Denn viele kommen über private Hilfsaktionen hierher. Damit unterscheide sich die Flüchtlingsbewegung deutlich von der aus Syrien. Es gebe jedoch Vermutungen, dass etwa 10 bis 15 Personen am Tag den Kreis über Erstaufnahmeeinrichtungen erreichen, so Henrich. Für Freitag seien auch genau so viele Flüchtlinge aus Speyer angekündigt worden. Wo genau sie im Kreis unterkommen, konnte Henrich nicht sagen.

In Bad Dürkheim sind bis Donnerstag 181 Flüchtlinge aus der Ukraine eingetroffen. Alle geflüchteten Menschen sind nach Angaben der Stadt privat untergebracht worden. Am Montag sollen erstmals drei ukrainische Geflüchtete ankommen, die der Stadt von der Kreisverwaltung zugewiesen worden sind.

21 ukrainische Kinder besuchen laut Stadtverwaltung derzeit eine Dürkheimer Grundschule. Zwei Kinder gehen in die Valentin-Ostertag-Schule, elf Kinder in die Pestalozzischule und acht Kinder in die Salierschule. Ein Kind ist für das kommende Schuljahr in der Grundschule Grethen angemeldet.

81 Flüchtlinge derzeit in der VG Wachenheim

In eine Dürkheimer Kita geht derzeit kein ukrainisches Kind. Eltern von 19 Kindern haben allerdings Interesse angemeldet. Nach den Osterferien sollen nach Angaben der Stadt zunächst alle Kinder aufgenommen werden, die nach dem Sommer in die Schule kommen, um ihnen einen leichteren Schulstart zu ermöglichen.

Ein Bedarf für weiteren Wohnraum besteht nur noch bei abgeschlossenen Wohneinheiten, die langfristig angemietet werden können.

93 Flüchtlinge aus der Ukraine sind seit Beginn des Kriegs bis Donnerstag in der Verbandsgemeinde Wachenheim untergekommen. Alle sind privat untergebracht worden. Das teilen Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) und der zuständige Beigeordnete René Breier (SPD) auf Nachfrage mit. Zwölf Menschen haben die Verbandsgemeinde bereits wieder verlassen und sind bei Verwandten anderswo untergekommen. Unter den verbleibenden 81 Menschen sind 28 Kinder (acht Kinder unter sechs Jahren, 17 von sechs bis 13, drei von 14 bis 17). Drei Kinder gehen in die verbundene Grundschule Ellerstadt-Friedelsheim-Gönnheim.

Solidarität und Bereitschaft groß

Über die Hälfte der Menschen (43 Personen) lebt derzeit in Wachenheim, wovon allerdings vier planen, in den nächsten Tagen wieder nach Kiew zurückzukehren. In Ellerstadt leben derzeit sechs, in Friedelsheim 19 und in Gönnheim 13 Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind.

„Die Solidarität und Bereitschaft für die Hilfe und Unterstützung in der Verbandsgemeinde sind groß“, teilen Bürgermeister und Beigeordneter mit. Die Verwaltung sei gerade dabei, weitere Wohnungen auszustatten. Der Abschluss weiterer Mietverträge für die Unterbringung von geflüchteten Personen stehe kurz bevor.

In der Verbandsgemeinde Freinsheim sind rund 130 Personen aus der Ukraine in der VG Freinsheim privat untergekommen. In dieser Woche werden nach Angaben von Büroleiter Jörg Heidemann die ersten Zuweisungen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen erwartet. Für ihre Unterbringung sind die ersten Wohnungen und Häuser angemietet worden. Es werde jedoch weiter Wohnraum in der VG Freinsheim gesucht.

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