Kreis Bad Duerkheim Über neun Millionen Euro für Schulen

91-89475893.jpg

9,25 Millionen Euro will der Landkreis Bad Dürkheim im kommenden Jahr für den Umbau seiner Schulen ausgeben. Das teilte der zweite Kreisbeigeordnete Frank Rüttger (CDU) den Mitgliedern des Schulträgerausschusses des Kreistags am Dienstag mit. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten zu, dass weitere 2,63 Millionen Euro für den laufenden Betrieb der Schulen ausgegeben werden.

Bei den Investitionen handle es sich nur um bereits begonnene oder geplante Umbauten, Erweiterungen und Sanierungen, betonte Rüttger. Neue Maßnahmen seien für das kommende Jahr nicht vorgesehen. Als „größte Baustelle“ bezeichnete Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) die Integrierte Gesamtschule (IGS) Deidesheim-Wachenheim. In Deidesheim wird in den nächsten Jahren ein Erweiterungsbau errichtet, der über 14 Millionen Euro kosten wird. Als Schwerpunkte der geplanten Investitionen nannte Ihlenfeld Brandschutz und Amokprävention. So werden 2,9 Millionen Euro für Brandschutz in der Dürkheimer Carl-Orff-Realschule plus investiert. 1,5 Millionen Euro kostet der Brandschutz in der Siebenpfeiffer-Realschule plus in Haßloch. 250.000 Euro sind für ein Brandschutzkonzept für das Leininger Gymnasium in Grünstadt eingeplant und 800.000 Euro für den Brandschutz in der Berufsbildenden Schule in Bad Dürkheim. Einige weitere Positionen sind 1,7 Millionen Euro für die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume in der IGS Grünstadt und 500.000 Euro für die Fertigstellung der Sanierung der Fassade des Dürkheimer Werner-Heisenberg-Gymnasiums. Die einzige Schule, in der keine Investition vorgesehen ist, ist die Realschule plus in Lambrecht. Hier sind lediglich 100.000 Euro für Untersuchungen eingeplant. Der in der RHEINPFALZ genannte Grund dafür, dass in den Schulen des Kreises zukünftig keine Fremdfirmen mehr putzen sollen, sei nicht zutreffend, kritisierte Ihlenfeld. Laut dem Artikel haben Klagen über unzureichende Arbeit der Fremdfirmen dazu geführt, dass die Schulen des Kreises wieder von Beschäftigten, die beim Kreis angestellt sind, geputzt werden sollen. Der Grund sei jedoch, dass aufgrund des Mindestlohns die Fremdfirmen teurer geworden sind, so dass der Kreis kein Geld mehr spare, wenn er die Reinigungsarbeiten an Fremdfirmen vergibt, erläuterte Ihlenfeld. Der Landrat erinnerte daran, „dass wir in der Vergangenheit weinenden Auges teils von der Eigenreinigung Abschied genommen haben“. Er sei über diese Entscheidung „erstaunt“, kommentierte Hanns Gauch (FWG). Eigene Mitarbeiter könne man „schlechter wieder loswerden“, wenn man nicht mit ihnen zufrieden sei. Zudem führe die Reinigung durch eigene Mitarbeiter zu einem höheren Aufwand für die Verwaltung, etwa durch Einteilung der Arbeiten. Bei den für 2017 vorgesehenen Ausgaben für den laufenden Schulbetrieb in Höhe von 2,63 Millionen Euro gibt es nach Angaben von Ihlenfeld kaum Veränderungen im Vergleich zum laufenden Jahr. Allerdings seien alle Ausgaben um 15 Prozent reduziert worden. Dies sei aufgrund des kommunalen Entschuldungsfonds erforderlich. Irreführend sei eine auf dem Internetportal „Spiegel online“ veröffentlichte Statistik beantwortete Ihlenfeld eine Anfrage von Hans Wolf (SPD). 2014 haben laut dieser Statistik 101 Jugendliche Schüler und im vergangenen Jahr 103 Jugendliche die Schulen des Landkreises ohne Abschluss verlassen, das sind jeweils knapp zehn Prozent der Schüler des Jahrgangs. Deutschlandweit würden 5,5 Prozent eines Jahrgangs die Schule ohne Perspektiven verlassen. Laut Ihlenfeld sind bei den Zahlen über den Landkreis Bad Dürkheim die Schüler von Förderschulen einbezogen, diese haben am Ende ihrer Schulzeit zwar keinen allgemeinen Schulabschluss, aber eine besondere Berufsreife, betonte er. 2014 waren dies 53 und im vergangenen Jahr 59 Jugendliche. Zudem seien auch Jugendliche einbezogen, die die Schulen ohne Hauptschulabschluss verlassen, diesen aber im Berufsvorbereitenden Jahr an Berufsbildenden Schulen nachholen. |ann

x