Kreis Bad Duerkheim Örtlicher Flugplatz „nicht unnötig“
BASF-Betriebsratchef Sinischa Horvat kommt zwar mit dem Auto nach Speyer zu einem Vortrag am nächsten Dienstag und nicht mit dem Flieger. Er kennt jedoch die Diskussionen um den Flugplatz in der Domstadt. Er findet den Platz für Industrie und Wirtschaft, nicht „unnötig“, sagte er jetzt auf Anfrage.
„Ich schätze es sehr, dass Speyer verkehrstechnisch mit Straßen und Autobahnen, Hafen, Fahrradwegen, Bahnhöfen und einem Flugplatz auf vielen Wegen bestens erreichbar ist“, stellte er auf Anfrage klar. Kritiker nennen den Flugplatz gerne „BASF-Flugplatz – unnötig“ und geißeln den damit verbundenen Lärm. Er könne sehr wohl verstehen, wenn über die beste Balance zwischen Mensch, Natur und Infrastruktur wie zum Beispiel einem Flughafen diskutiert werde. Er sagt dazu: „Die IG BCE setzt sich nachhaltig für die Erhaltung und Weiterentwicklung unserer industriellen Basis ein, und auch als Betriebsrat der BASF trete ich sowohl für meine Firma als auch für unsere Kunden in dieser Region ein. Alle zusammen benötigen für ihr wirtschaftliches Handeln eine leistungsfähige Infrastruktur.“ Die sei in Deutschland und in der Region gut, aber ausbaufähig. Für den Warenaustausch mögen das Schienennetz oder das Kombiverkehrsterminal in Ludwigshafen von zentraler Bedeutung sein, aber auch ein Flugplatz erfülle ganz spezielle Anforderungen. „Zugegeben, das betrifft vor allem den Vorstand, aber die meisten Vorstände der BASF haben eben ihren Sitz in Ludwigshafen. Es würde mir schwerfallen, den Flugplatz als unnötig für die hiesige Wirtschaft zu bezeichnen, auch wenn es mit Blick auf die Arbeitsplätze nur einen mittelbaren Zusammenhang geben mag.“