Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Änderungen bei Großprojekt Kläranlage

Die Kläranlage in Wachenheim wird derzeit saniert.
Die Kläranlage in Wachenheim wird derzeit saniert.

Bei dem rund 4,4 Millionen Euro teuren Großprojekt Sanierung der Wachenheimer Kläranlage sind einige kleinere Veränderungen erforderlich. Der Wachenheimer Verbandsgemeinderat hat deshalb zusätzliche Aufträge zum Preis von rund 287.000 Euro vergeben. Im Gegenzug sind Arbeiten, die rund 41.400 Euro gekostet hätten, nicht erforderlich.

Im Verlauf der Arbeiten habe sich gezeigt, dass an einigen Stellen an der Technik der Kläranlage „Optimierungen“ möglich sind, erklärte Werkleiter Dirk Bergner. Auch sei teils erst bei den Arbeiten endgültig zu klären gewesen, was die technisch beste Lösung ist. Bergner verwies darauf, dass durch einen Teil dieser Optimierungen beim zukünftigen Betrieb der Kläranlage Geld gespart werden könne, etwa bei der regelmäßigen Wartung der Technik. Es zahle sich aus, wenn man an diesen Investitionen jetzt nicht spare.

Bei der Sanierung einer bestehenden Anlage oder eines Gebäudes seien solche Veränderungen ganz normal, waren sich Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) und mehrere Ratsmitglieder einig. Auch seien die zusätzlichen Kosten von etwa 245.000 Euro angesichts der Gesamtsumme von 4,4 Millionen Euro durchaus im Rahmen. FWG-Fraktionssprecherin Heike Dittrich sah das anders. Sie erwarte, dass von Beginn an eine Planung vorgelegt werde, die nicht mehr geändert werden muss. Zudem seien etwa 245.000 Euro „viel Geld“. Letztendlich stimmte Dittrich aber der Vergabe der zusätzlichen Aufträge zu. Die entsprechenden Entscheidungen waren einstimmig.

Querung wird günstiger

Bechtel erinnerte daran, dass die Mitglieder des Verbandsgemeinderats im Mai 2020 einer Querung über den Burgtalbach zugestimmt haben. Die ist erforderlich, weil auch die Stromversorgung der Kläranlage geändert werden muss und es dazu notwendig ist, Kabel über den Burgtalbach zu legen. Da von einer Überquerung auch die Wachenheimer Stadtwerke und der Bauhof der Stadt Wachenheim einen Vorteil haben, sollen die Kosten für die Überquerung zu je einem Drittel die Verbandsgemeinde, die Stadt und die Stadtwerke zahlen. Die Baukosten seien auf etwa 450.000 Euro geschätzt worden, erinnerte Bechtel. Inzwischen liege ein Angebot vor, danach beträgt der Preis knapp 166.000 Euro. Das bedeutet, die Verbandsgemeinde muss rund 55.300 Euro für die Überquerung zahlen. Der Auftrag wurde einstimmig vergeben.

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