Karlsruhe
Waghäusel: Neues Album mit alten Größen
Sie entstammt einer musikalischen Familie, hat „schon immer“ oft und gerne gesungen. Marie-Luise Hoffner aus der Großen Kreisstadt Waghäusel, deutschlandweit unter dem Künstlernamen „Lou“ bekannt, veröffentlicht nach dem großen Erfolg des Silberlings „Blaue Nacht 1“ von 2011 aktuell das Nachfolgealbum „Blaue Nacht 2“ und wandelt auf den Spuren von Caterina Valente, Conny Froboess, Lolita oder Manuela.
„Inspiriert durch Lale Andersens 'Blaue Nacht am Hafen' hatten wir beim ersten Album ein Jahr lang unvergessene Schlager und Hits aufgenommen“, eröffnet Lou, durch ihre markante Haarfarbe stets auch optisch ein Blickfang. Das neue Langspielwerk mit 12 Songs wurde nun innerhalb von sechs Monaten in einem Tübinger Tonstudio aufgenommen und die Sängerin schwärmt vom Produzenten und Arrangeur Gerd Lorenz („Ich liebe alte Schlager“), der auch die Gitarrenparts beisteuerte, in den höchsten Tönen und betont: „Eine tolle Zusammenarbeit“. Erneut interpretiert Lou Hoffner herrliche Evergreens gekonnt, witzig, charmant und absolut hörenswert.
Zwei starke Stimmen
Mit Unterstützung durch den früheren TV-Kinderstar Hansi Kraus („Lausbubengeschichten“, „Die Lümmel von der ersten Bank“, später auch „Marienhof“ und „Forsthaus Falkenau“), der bei den zwei Songs „Ach Egon“ sowie „Lady Sunshine und Mr. Moon“ als Duettpartner mitwirkt, erhält das Album eine ganz besondere Note. „Ein absolutes Novum“, erklärt die Mittfünfzigerin lachend. Sie berichtet, dass Hansi Kraus – der selbst sagt, dass er „immer noch ein bisschen Lausbub“ sei – zum ersten Mal auf einer Platte mitwirkt, obwohl er doch „gar nicht singen“ kann. Fakt ist auch, dass Lou Hoffner und der in München wohnende Hansi Kraus (67) seit nunmehr zwei Jahren mit großem Erfolg in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Theaterdarsteller mit dem Stück „Love Letters“ unterwegs sind und vor ausverkauften Häusern auftreten. „Hansi Kraus bringt sich mit viel Seele und Charme in die Lieder ein. Ein klasse Typ“, lässt Lou wissen.
Eine Zeitreise mit den großen Hits des Schlagers
Die Künstlerin punktet mit Songs wie „Seemann – deine Heimat ist das Meer“ (Lolita, 1960), „Schuld war nur der Bossa Nova“ (Manuela, 1963) oder „Sag mir Quando“ (Peter Alexander, 1974). Von Caterina Valente hat sie nicht weniger als vier Stücke gecovert und neben „Wo meine Sonne scheint“ (im Original als „Island In The Sun“, 1957 von Harry Belafonte veröffentlicht), „Komm ein bisschen mit nach Italien“ (1956) oder „Tipitipitipso“ (1957), kommt auch der aus dem Jahre 1954 unvergessene Gassenhauer „Baiao Bongo“ zu Ehren. Mit einem herrlichen „Zarah Leander-Mix“ und „Wer wird denn aus Liebe weinen“ setzt Lou, die 2013 ihren Manager Gerd Steinle heiratete, ihrem großen, 1981 verstorbenen schwedischen Vorbild, ein musikalisches Denkmal. Das Album ist ab sofort überall im Handel sowie als MP3-Download erhältlich.
„Eurovision-Song-Contest“ war Karrieresprungbrett
Bekannt wurde Lou Hoffner, die zuvor mit ihrer „Party Gang“ die Clubs bereiste, als sie 2001 mit dem Titel „Happy Birthday-Party“ am deutschen Vorentscheid zum „Eurovision-Song-Contest“ teilnahm und den dritten Platz holte. Zwei Jahre später gewann sie mit „Let's Get Happy“ – ebenfalls aus der Feder von Ralph Siegel und Bernd Meininger – den Grand Prix und war danach in aller Munde. Beim anschließenden Eurovision-Song-Contest“ 2003 in Riga belegte sie Platz 13. Seit 2007 ist sie mit ihrem Schlagerprogramm unterwegs und setzt ihr Motto „Ich will leben“ (Album von 2005) auf den Bühnen der Republik in die Tat um. Ob das neue Solo-Album von Nils Lofgren – bekanntlich Bruce Springsteen's langjähriger Gitarrist der E-Street-Band – etwas mit dem neuen Lou-Hoffner-Album zu tun hat, war aktuell nicht zu erfahren. Dessen brandneuer Silberling heißt nämlich „Blue With Lou“.
Im Netz
www.louhoffner.beepworld.de