Karlsruhe Sparkasse baut 140 Stellen ab

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Was Branchenkenner infolge der Fusion 2013 zur Sparkasse Vorderpfalz prophezeit haben, ist jetzt eingetreten: Das Kreditinstitut baut Personal ab – und zwar kräftig. In den nächsten vier Jahren werden 140 Stellen eingespart. Das hat Vorstandschef Rüdiger Linnebank angekündigt.

Nach seinen Angaben soll es keine Kündigungen geben. Die Stellen sollen über eine „natürliche Fluktuation“ reduziert werden. 60 Arbeitsplätze will das Kreditinstitut bereits in diesem Jahr streichen. Mitarbeitern seien entsprechende Angebote wie Abfindungen oder „attraktive Altersteilzeitmodelle“ unterbreitet worden. Um 80 weitere auf dann rund 700 Jobs soll die Sparkasse bis 2020 „verschlankt“ werden. Alle Mitarbeiter seien informiert, der Personalrat sei eingebunden, sagte Linnebank. Ein Beschluss des Verwaltungsrats sei bereits im Vorjahr gefallen. Ob das Vertriebsnetz mit aktuell 62 Geschäftsstellen langfristig erhalten bleibt, werde sich in den nächsten Monaten zeigen. Das Aufgabenfeld des Instituts sei auch mit einer wesentlich kleineren Personaldecke zu meistern – das hätten interne Prüfungen ergeben, begründete der Sparkassenchef den drastischen Einschnitt, der mit Blick auf Synergieeffekte auch eine Folge der Fusion sei. Mit dem Personalabbau reagiere das Haus auch auf die Entwicklungen am Markt wie die Digitalisierung und die anhaltende Niedrigzinsphase, so Linnebank. Mit einer finanziellen Schieflage habe die Entscheidung nichts zu tun. Der letzte Geschäftsbericht erlaube es, Mitarbeiter fair und angemessen abzufinden. Mit 45 Millionen Euro liege das 2015er-Betriebsergebnis auf dem Vorjahresniveau. „Der Zinsüberschuss fiel sogar besser aus als geplant“, teilt Linnebank mit. (ier)

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