Karlsruhe Pferde müssen im Stall bleiben

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Der Pfälzische Rennverein hat den für den Feiertag, 3. Oktober, geplanten Renntag abgesagt. Hauptgrund dafür war die Entscheidung des Dachverbandes „German Racing“, die Rennen nicht live im Internet und in die bundesweiten Wettannahmestellen zu übertragen. Damit hatten die Verantwortlichen fest gerechnet.

Am Montag ist in Berlin-Hoppegarten der Saisonhöhepunkt, in Köln steht ein Renntag mit einem hochdotierten Listenrennen auf dem Programm. Außenwetten werden die Einsätze genannt, die nicht direkt auf der Bahn gewettet werden. Diese fallen in der Regel deutlich niedriger aus, wenn das wettende Publikum die Rennen nicht live verfolgen kann. Insider gehen im Falle Haßlochs von einer Unterdeckung im mittleren vierstelligen Bereich aus. „Wegen der fehlenden Außenwetten war uns das finanzielle Risiko zu hoch. Im Sommer kann man das mit guter Resonanz auf der Bahn kompensieren, der Herbst ist dafür zu wetterabhängig“, begründet der Geschäftsführer des Rennvereins, Oliver Jung, auf Anfrage die Absage. Der Veranstalter hätte dennoch Kameras installieren müssen, damit die Rennleitung die korrekte Durchführung der Rennen überprüfen kann. Diese Kosten hätte der Rennverein tragen müssen. „Als vor zwei Wochen die Bahn wieder von Wildschweinen beschädigt wurde, stand der Entschluss endgültig fest“, so Jung. Der Verein habe im laufenden Jahr einen finanziellen Gewinn erwirtschaften können, den man nicht aufs Spiel setzen wolle. Tragende Säule des wirtschaftlichen Konsolidierung war der erfolgreiche Himmelfahrts-Renntag. Bei vollem Hippodrom belief sich der Wettumsatz auf 97.000 Euro, davon kamen 36.000 Euro „von außen“. Zudem wird die Bahn auch von anderen Veranstaltern beispielsweise für das Open-Air-Kino oder für das Rennbahnfrühstück genutzt. Für das kommende Jahr wurden wieder zwei Renntage angemeldet: 21. Mai und 15. Juni. Der traditionelle Termin am Himmelfahrtstag muss an Baden-Baden abgetreten werden. Aber ab 2018 soll er nach Haßloch zurückkehren. Die Ställe sind derzeit mit mehreren Besitzertrainern gut ausgelastet, und es gibt nur noch wenige freie Kapazitäten. Die Trainingszentrale kann ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. |kebe

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