Karlsruhe Messe zur Zukunft des Lernens

Die „Learntec“ in der Messe Karlsruhe steht noch bis Morgen ganz im Zeichen der Eins – „Europas Nummer 1 in Digitalem Lernen“. Mehr als 340 Aussteller (plus 40 im Vergleich zum Vorjahr) aus 15 Nationen werden auf 20.000 Quadratmetern (plus 3500 Quadratmeter) neue Geräte, Programme, Trends und Dienstleistungsangebote rund um Schule und Fortbildung präsentieren.
Mit Hubertus Heil (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Anja Karliczek (Bildung und Forschung) und Peter Altmaier (Wirtschaft und Energie) haben gleich drei Bundesminister die Schirmherrschaft übernommen, entsprechend zufrieden gibt sich Karlsruhes Messechefin Britta Wirtz: „Die Entwicklung der vergangenen Jahre hätten wir uns nicht träumen lassen. Dass wir im Vergleich zum Vorjahr nochmals so stark gewachsen sind, zeigt die Dynamik, die in diesem Thema steckt.“ Auch in diesem Jahr ist in Karlsruhe praktisch alles vertreten, was in der Szene Rang und Namen hat. Bestandskunden sollen neue Produkte gezeigt werden und natürlich wolle man die Messe auch nutzen, um neue Kunden zu gewinnen, sagt Jannis Goosens von Ijsfontain Interactive Media, einem der nach Firmenangaben erfolgreichsten Anbieter für spielbasierte Lernlösungen in Europa. „Wir tauschen uns hier mit anderen Unternehmen aus, sehen die Entwicklungen der Konkurrenz und hoffen, Partner für eine künftige Zusammenarbeit zu finden“, sagt Goosens. Wie bei der Inside-Unternehmensgruppe, die sich auf digitale Lösungen für die betriebliche Bildung und Fortbildung spezialisiert hat, gehören große Automobilhersteller, Dienstleister, Versicherungen und selbst Museen zur Kundschaft. Längst geht es nicht mehr um „stupide“ Lernsoftware. Es geht um Nutzer: Ob es sich um einen Azubi handelt, der eine Maschine wieder in Gang bringen muss, oder um einen erfahrenen Facharbeiter muss das Programm unterscheiden können. Noch tiefer in die Materie geht es bei der virtuellen Realität oder bei „augmented reality“ (erweiterte Realität): Virtuelle 3D-Welten werden mit der Realität gemischt, so entstehen ideale Lernlandschaften, die manchmal sogar mehr können, als in der Realität möglich wäre. Schüler und Auszubildende erfahren in der virtuellen Welt, wie sich beispielsweise ein Fehler beim Zusammenmischen von Chemikalien auswirken würde – oder wenn ein Patienten falsch behandelt wird. „So etwas geht am lebenden Patienten nicht“, sagt Stephan Sorkin vom Deutschen Fachverband für Virtual Reality. Ungebrochen auf Wachstumskurs ist auch der Bereich „School@Learntec“ mit inzwischen 80 Ausstellern. Dort zeigt beispielsweise Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, wie das Fach Medienbildung im Schulalltag unterrichtet werden kann. In diesem Zusammenhang wird am Donnerstag Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) morgen das Projekt „Medienmoderne Schule/IT-Schulstadt Karlsruhe“ starten. Karlsruhe will bundesweiter Vorreiter bei digitaler Bildung sein – mit Breitbandanschluss und Hochleistungs-WLAN ausgestattet werden. Im Netz www.learntec.de