Karlsruhe Kurz notiert: Speyer: Schüsse aus dem Maschinengewehr

In Speyer haben diese Woche abendliche Maschinengewehrsalven aus Richtung des früher nur militärisch genutzten Polygongeländes zu besorgten Anrufen von Bürgern bei der Polizei geführt. Die Streifenbeamten stießen daraufhin im Süden der Stadt auf Bundeswehrsoldaten, die nach eigenen Angaben zu einer „angemeldeten Übung“ vor Ort waren, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Weitere Übungen würden folgen. Das Landeskommando Rheinland-Pfalz in Mainz informierte nachträglich über die Übung des Bruchsaler Abc-Abwehrbataillons 750 mit 30 Soldaten auf dem Areal, das die Bundeswehr 2015 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurückgegeben hatte. Diese vermietet es auf Antrag für Übungen. Dazu gehört im Normalfall auch, die Übung bei der Kommune anzumelden, was in dem Fall vergessen wurde. Die Kinder und Erzieher einer Kindertagesstätte im Ludwigshafener Süden müssen sich noch gedulden, bis sie in ihre Einrichtung zurückkehren können. Grund: Es gibt ein Rattenproblem. In dem über 50 Jahre alten Gebäude ist derzeit eine Schädlingsbekämpfungsfirma am Werk. Die Arbeiten, das heißt das Auslegen von Giftködern, werden wohl erst „im Laufe der nächsten Woche“ abgeschlossen sein, wie eine Sprecherin der Ludwigshafener Stadtverwaltung erklärte. Akut ist die Rattenplage schon seit 14. August, öffentlich wurde sie erst Anfang dieser Woche nach RHEINPFALZ-Recherchen. Betroffen waren zuletzt 72 Kinder, die in benachbarten Einrichtungen oder von Eltern daheim betreut werden. In einer Warenhausfiliale am Karlsruher Kronenplatz hat ein Unbekannter am Donnerstagnachmittag einen Brand gelegt. Das Feuer wurde durch einen Kunden rechtzeitig entdeckt und mit einem Feuerlöscher gelöscht. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei hat der Unbekannte gegen 17 Uhr im ersten Obergeschoss aus einem Verkaufsregal eine Kerze genommen, in einem weiteren Regal zwischen Textilen gestellt und angezündet. Eine Angestellte wurde wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, so die Polizei.