Karlsruhe Kiefern gegen Mountainbiker

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Die Umweltabteilung und der Forstbetrieb der Stadt Neustadt legen zwei ungenehmigte Mountainbike-Downhillstrecken im Stadtwald still. Betroffen sind die Trails auf dem Südwest-Rücken des Wolfsbergs (500 Meter) und dem Südost-Rücken des Bergsteins (300 Meter).

Den Behörden zufolge führen beide Strecken überwiegend durch gemäß Bundesnaturschutzgesetz geschützte oder nach dem Biotopkataster schützenswerte Waldbiotope. Trotzdem seien auf dem ersten Trail mit viel Aufwand bauliche Anlagen aus Steinen und Holz errichtet, zum Teil auch natürliche Felsen einbezogen worden, darunter mehrere Sprungschanzen mit bis zu zwei Meter Höhe. Zudem handele es sich nicht um vorhandene Fahr- und Fußwege. All das seien Verstöße gegen das Landeswaldgesetz, das Bundesnaturschutzgesetz und die Naturparkverordnung. Außerdem sei das Vogelschutzgebiet „Haardtrand“ betroffen. Nun sind etwa 80 Kiefern sozusagen in die Strecken hinein gefällt worden, um das Befahren zu stoppen. Die Sprungschanzen werden beseitigt. In die wenig begangenen Waldbereiche soll mit Blick auf die Tierwelt wieder Ruhe einkehren, die Schäden an der Boden- und Vegetationsdecke sollen heilen können. Gleichzeitig werden mit der Fällaktion Totholzstrukturen geschaffen und der hohe Kiefernanteil reduziert, was unter anderem für mehr Licht für standorttypische Baumarten sorgen soll. Bei weiteren ungenehmigten Parcours in sensiblen Bereichen will die Umweltabteilung ähnlich verfahren. Sie sagt aber gleichzeitig, dass die Stadt um die Bedeutung der Natursportart Mountainbiking wisse. Es sei jedoch inakzeptabel, dass wilde Strecken entstehen. Mountainbike-Fans mit Ideen können sich mit der Stadt in Verbindung setzen. (ahb)

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