Karlsruhe Granit und Wasser im Zentrum der Stadt

Vorwärts in die Vergangenheit: Der Karlsruher Marktplatz soll wieder zum Brennpunkt städtischen Lebens werden – wie auf unserem
Vorwärts in die Vergangenheit: Der Karlsruher Marktplatz soll wieder zum Brennpunkt städtischen Lebens werden – wie auf unserem Foto, das um 1900 entstanden ist.

Zum Einsatz kommen dabei großflächige Granitplatten unterschiedlicher Größe, außerdem sollen auf einer Fläche von 180 Quadratmetern „Wasserspiele“ eingebaut werden. Auch der historische Ludwigsbrunnen soll auf seinem alten Platz wieder aufgestellt werden. Außerdem soll der Umriss der Konkordienkirche, die bis 1807 auf dem Marktplatz stand und an deren Stelle später die Karlsruher Pyramide erbaut wurde, mit Hilfe des Pflasters sichtbar gemacht werden. Über vier Millionen Euro lässt sich die Stadt die „Aufhübschung“ ihrer guten Stube kosten, wie der Marktplatz allgemein genannt wird. Der Marktplatz soll dabei mit überwiegend hellen Steinen bepflastert werden, umrandet von einem knapp zwei Meter breiten Zierband mit Steinen unterschiedlicher Größe. Wert gelegt wird auch auf Barrierefreiheit, außerdem wird ein taktiles Blindenleitsystem in die Steine gefräst. Vorläufig wird nur der rund 7000 Quadratmeter große Teilbereich zwischen der Hebelstraße im Süden und dem Rand der Kaiserstraße im Norden bepflastert, die Kaiserstraße selbst kommt erst später an die Reihe, nachdem die dort verlegten Schienen entfernt worden sind. Um die Gestaltung des Platzes wurde lange gerungen. Die Stadt ließ in der Kaiserstraße zunächst mehrere „Musterflächen“ herstellen, die im Alltagstest die Tauglichkeit der unterschiedlichen Gesteinsarten zu testen. Kritik aus der Bevölkerung gab und gibt es auch immer wieder, weil auf dem Platz – mit Ausnahme von Pflanzkübeln - keinerlei Bepflanzung vorgesehen ist. Da unter dem Marktplatz die zentrale Kombilösungsbaustelle entstanden ist, können jedoch keine größeren Bäume gepflanzt werden. Zudem würden Bäume den historischen Vorgaben des nach Plänen von Friedrich Weinbrenner geplanten Platzes widersprechen. Nicht zuletzt soll der Marktplatz künftig auch wieder Veranstaltungsort werden, unter anderem soll ab 2020 der Christkindlesmarkt hierher zurück kehren.

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