Karlsruhe Festival als Marke?

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Der 300. Karlsruher Stadtgeburtstag geht in die finale Phase. Die vergangenen 75 Tag waren sehr erfolgreich – vor allem die Schlosslichtspiele haben inzwischen Kultstatus erreicht. Deshalb denken die Verantwortlichen an eine Fortsetzung in den kommenden Jahren. „Es ist mehr als nur eine Überlegung wert, ob wir den Festivalsommer nicht zu einer Marke sagen“, kommentiert KA300-Projektleiter Martin Wacker.

Mitte des Monats veröffentlichte sogar die Tageszeitung „Straits Times“ in Singapur Bilder von der Karlsruher Schlossillumination. Besucher aus ganz Europa haben sich laut Wacker in den vergangenen Wochen die Schlosslichtspiele angeschaut. Die Verantwortlichen seien vom immensen Erfolg selbst überrascht. Mit neuem Programm geht es nun in das Festivalfinale, das vom 18. bis 25. September mit einer „Best of“-Show abgeschlossen wird. Doch auch die anderen Veranstaltungen des Stadtgeburtstags kommen sehr gut an. Laut einer Umfrage finden 90 Prozent der Besucher, die jeweils zur Hälfte aus der Stadt und von außerhalb kommen, das Programm interessant bis sehr interessant. Wichtiger noch: viele verbringen bei ihren Besuchen fast den ganzen Tag in der Stadt, was auch dem Handel und der Gastronomie zugute kommt. Und bis zum 27. September wird nochmals allerhand geboten. Bereits am Donnerstag gastiert der Kabarettist Christoph Sonntag im Pavillon, wobei das Programm über Außenlautsprecher auch im Schlossgarten zu hören sein wird. Am Wochenende kommen beim Landesjazzfestival Baden-Württemberg Musikliebhaber auf ihre Kosten. Drei Tage lang gastieren internationale, nationale, aber auch regionale Jazzensembles auf der Innen- und Außenbühne des KA300-Pavillons, ein Teil dieser Konzerte kann kostenlos besucht werden. Am 12. und 13. September stehen Schlossgarten und Schlossplatz dann ganz im Zeichen von Bewegung, Spiel und Sport. Die Aktion „Deutschland bewegt sich“ wird mit Botschafterin Heike Drechsler in Karlsruhe Station machen. Angekündigt sind namhafte Sportler, darunter die frühere Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll und auch Drechsler selbst wird mehrfach aktiv werden. Ein ganz besonderes „Zirkeltraining“ wird am 13. September diese Aktion ergänzen. Das Prädikat „einzigartig“ gibt es für das Orgelkonzert „Organum“ am 19. September, wenn dank Satellitenübertragung insgesamt acht Orgeln, davon vier in Karlsruhes Partnerstädten Nottingham, Temeswar, Halle und Nancy und vier weitere aus Karlsruhe, gemeinsam ein Werk des Österreichers Wolfgang Mitterer aufführen. „Da hätte mit Sicherheit auch der Komponist Karlheinz Stockhausen seine Freude gehabt“, erwartet Mitinitiator und Projektleiter Achim Heidenreich im ZKM ein „Kunstwerk mit Eventcharakter, das in der Welt seinesgleichen sucht.“ Im ZKM können jeweils 400 Menschen das Konzert verfolgen. Die Feiern zum Stadtgeburtstag enden am 26. September mit einem „Ausklang“, der sich aus Konzerten, Bühnenprogramm, Mitmachangeboten und einem Feuerwerk gestaltet. (win)

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