Karlsruhe Drohne pustet Flammen aus
Die Neustadter Jugendforschergruppe hat eine Drohne entwickelt, die Waldbrände mit Schallwellen bekämpfen soll. Noch fliegt die Drohne nicht – aber Flammen löschen kann sie bereits. Den Prototyp stellten die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Geinsheim-Duttweiler vor.
Rund 30 Kilogramm wiegt der erste Prototyp in pinkfarbener Ummantelung – die „Drohne“ ist daher noch nicht flugfähig. Aber es geht zuerst darum, das Löschen mit Hilfe eines Subwoofers hinzubekommen. Zu hören ist nur ein leises, sanftes, tiefes Blubbern. An der Entwicklung beteiligt waren Anton Barthel (11 Jahre), Julian Oks (12) und Jonas Mannweiler (13). „Wir kamen auf die Idee, weil es in Europa viele Waldbrände gibt“, erzählt Julian. Das Trio arbeitete mehrere Wochen an dem Objekt. „Wir werden schauen, wo Schwachpunkte sind, leichtere Komponenten einbauen und stärkere Propeller und einen starken Motor“, erläutert Anton. Der Plan der Forschergruppe, als sie der Jugendfeuerwehr und einigen erwachsenen Feuerwehrkollegen, darunter Jugendausbilder Michael Mathäß, den Prototyp vorführt, geht auf: In einer Sekunde sind Flammen aus einer Pfanne mit Brandpaste gelöscht. Er habe schon vorher davon gehört, dass durch Schallwellen gelöscht werden kann, es sei auf jeden Falle eine interessante Methode, sagt der 14-jährige Ruben Kästel, der seit vier Jahren bei der Feuerwehr ist. Und Mathäß urteilt: „Das ist eine tolle Kombination, Schallwellen und Drohne.“ Allerdings weiß Sergej Buragin, Leiter der Jugendforschergruppe, dass die Weiterentwicklung zum flugfähigen Objekt noch ein langer Weg ist: „Dazu brauchen wir einen vierstelligen Betrag.“ Die angestrebte Vereinsgründung wird voraussichtlich noch im September erfolgen. Dann, so hofft Buragin, wird auch die Sponsorensuche leichter, immerhin kümmert sich die Forschergruppe mit über 30 Schülern um mehrere Projekte. Die drei Jungs mit der Lösch-Drohne hoffen auf einen Erfolg beim Ideenflug-Wettbewerb: „Gewinnen wir, können wir das Preisgeld in die Weiterentwicklung investieren.“