Kaiserslautern Zwei Mal gegen Gewalt an Frauen

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Anlässlich des Internationalen Tages „Nein zu Gewalt an Frauen“, gibt es in Kaiserslautern zwei größere Veranstaltungen, Das Europa Direkt Informationszentrum sieht die Aufforderung als eine transatlantische Herausforderung, die städtische Gleichstellungsbeauftragte möchte, wie in jedem Jahr zum Antigewalttag, Flagge zeigen und möglichst viele Bürger informieren.

Meist nur punktuell, etwa wen berühmte Sportstars Gewalt gegen Frau oder Freundin ausüben, wird das Thema häusliche Gewalt in den Vordergrund gerückt, hierzulande wie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wie die USA und Europa unterschiedlich mit dem Thematik umgehen, welche Lösungsansätze es gibt, wie die öffentliche Debatte geführt wird und die Problematik von den Bürgern wahrgenommen wird, soll erörterter werden bei der Veranstaltung des Europa Direkt Informationszentrum: „Gegen Gewalt an Frauen – eine transatlantische Herausforderung“ findet statt am Dienstag, 22. November, von 17 bis 20 Uhr in der Atlantischen Akademie. Von einer EU-weiten Erhebung zu Gewalt gegen Frauen spricht Rossalina Latcheva von der Agentur der EU für Grundrechte in Wien. Einen Blick in die USA wirft Sarah Wagner von der Atlantischen Akademie, bevor Franz-Josef Brandt vom Polizeipräsidium Westpfalz über Strategien der Polizei, den Umgang mit High Risk Fällen und die Situation in Kaiserslautern spricht. Eine gemeinsame Diskussion, bei der die Gleichstellungsbeauftragte Kaiserslauterns, Marlene Isenmann-Emser, zu den Vortragenden stößt, schließt die Veranstaltung ab. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, Anmeldung wird erbeten an die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz, Lauterstraße 2, Telefon 0631/366100. Die Stadt und viele Kooperationspartner begehen den Internationaler Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am eigentlichen Gedenktag, Freitag, 25. November, der seit 1999 von der UNO anerkannt ist. Beginn ist um 17 Uhr im Rathausfoyer mit dem Fahnenhissen. Ein Solidaritätszug zieht ab 17.30 Uhr durch die Innenstadt, zur Weihnachtsmarktbühne auf dem Schillerplatz, wo Hannelore Bähr um 17.45 Uhr „Hauptsach gudd gess“ von Madeleine Giese liest, und schließlich zum Protestantischen Gemeindezentrum Alte Eintracht, Unionstraße 2, wo die Frauen des Vereins Impuls Orchidee Kulinarisches auftischen. Ab 18.30 Uhr wird nach der Begrüßung durch die städtische Gleichstellungsbeauftragte, Marlene Isenmann-Emser, und Dekanin Dorothee Wüst sowie einer weiteren Lesung durch Hannelore Bähr die Theologin und Literaturwissenschaftlerin Danielle Regnault einen Vortrag zum Thema „Gewalt an Frauen – Wo fängt sie an?“ halten. Im Anschluss lädt Pfarrerin Claudia Kettering zur Diskussionsrunde. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, Anmeldung nicht erforderlich. Der Aktionstag geht zurück auf den 25. November 1960. An diesem Tag wurden die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal wegen ihrer politischen Aktivitäten vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Der internationaler Gedenktag gilt als Hauptaktionstag der Frauenbewegung gegen Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung von Frauen. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes ruft seit 15 Jahren dazu auf, an öffentlichen Gebäuden die Fahne mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“ zu hissen. |red

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