Kaiserslautern Zur SACHE: Wie Crowdfunding funktioniert

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Ich habe eine tolle Idee, aber nicht die Mittel diese umzusetzen. Was tun? Geld aufnehmen? Aber wer gibt mir einen Kredit für meine möglicherweise verrückte Idee? Im Internetzeitalter bleiben diese Fragen und die Träume die dahinterstecken nicht mehr unbeantwortet und unerfüllt. Crowdfunding (dt. Schwarmfinanzierung) ist mittlerweile der Schlüssel, der so manchen Erfolg möglich gemacht hat.

Doch Crowdfunding wird nicht nur von Menschen genutzt, die eine Idee realisieren möchten, sondern erfreut sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit in der Musikbranche. Immer mehr Künstler und Bands lassen sich ihre kommenden Alben durch Vorschüsse ihrer Fans finanzieren. Die Crowdfunding-Kampagne zu Thomas Godojs neuem Album „Mundwerk“ gilt als erfolgreichste in ganz Europa. Doch wie funktioniert Crowdfunding eigentlich? Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Ein Musiker möchte ein neues Album aufnehmen und braucht dazu Betrag X. Auf Webseiten wie kickstarter.de kann er eine solche Kampagne starten. Durch viele meist kleine Beiträge von Leuten, die dieses Vorhaben unterstützen möchten, wird im Bestfall der benötigte Betrag gesammelt, und das Projekt kann umgesetzt werden. Im Gegensatz zur Spende, bekommt der Unterstützer jedoch eine Gegenleistung. Das kann eine namentliche Nennung im Booklet der CD sein bis hin zu exklusiven Dingen, wie etwa ein Wohnzimmerkonzert des Künstlers oder ein Tag im Studio wie bei Thomas Godoj. Die Gegenleistungen werden vom Initiator vorgegeben und sind preislich gestaffelt. So kann jeder entscheiden, wie viel er geben möchte und erhält dafür eine exklusive Gegenleistung. Musiker Jan Sievers (war kürzlich in der Kammgarn), hat ebenfalls durch Crowdfunding sein Album finanziert und ergänzt: „Es ist großartig, dass es Menschen gibt, die ein Produkt finanzieren, von dem sie nicht wissen, was am Ende dabei heraus kommt.“ Vertrauen in das Endprodukt ist also das A und O für jene, die sich an solch einer Schwarmfinanzierung beteiligen, schließlich weiß der Geldgeber am Ende nie, ob das Projekt so wird, wie man es sich vielleicht erhofft. Im allerschlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass das Projekt scheitert und das Geld unwiederbringbar verloren ist. |ltt

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