Kaiserslautern Zur Sache: Was hinter „Klasse2000“ steckt

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Bei „Klasse2000“ handelt es sich um ein Gesundheitspräventionsprogramm für Grundschüler. Geschult werden das Bewusstsein für gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sowie das Sozialverhalten und eine kritische Haltung gegenüber Suchtmitteln. Der Startschuss für „Klasse2000“ fiel im Landkreis Kaiserslautern im Jubiläumsjahr der Kreissparkasse (KSK), also 2014. „Es war ein Geburtstagsgeschenk an die Grundschulen im Kreis“, sagt Thomas Stolz, Leiter der Filialdirektion Landstuhl, über das Engagement. Mit einer Patenschaftserklärung haben sich KSK und die Betriebskrankenkasse (BKK) Pfaff dazu bereiterklärt, die Kosten für das Projekt zu tragen. Das bedeutet pro Klasse und Schuljahr 220 Euro. Im Landkreis sind zurzeit 39 Klassen an elf Grundschulen beteiligt. Begleitet werden die Klassen im Landkreis derzeit während ihrer gesamten Grundschulzeit. Das Programm baut somit auf bereits Erlerntes aus den vergangenen Schuljahren auf. Gesundheitsförderer besuchen die Schulen und unterrichten die Kinder. Für Lehrer und Schüler gibt es außerdem Arbeitshefte, damit das Präventionsprogramm auch in den Unterricht einfließt. „Klasse2000“ gibt es schon seit 1991, initiiert und begleitet von Wissenschaftlern und Pädagogen. Die Lernmaterialien zum Projekt stellt der Verein Programm Klasse 2000 zur Verfügung. Der Weg der Atmung und das Bewusstsein für Bewegungsabläufe bilden die Basis im ersten Jahr. Im zweiten Jahr dreht sich alles um Verdauung, Entspannung und Gefühle. Dabei geht es darum, wie sich Mimik und Gestik je nach Stimmung verändern. „Die Kinder lernen Dinge, die ihnen keiner mehr nimmt“, erklärt Gesundheitsfördererin Birgit Theisinger. Das sei vor allem in Sachen Entspannung von Vorteil. Alles rund ums Herz und Blutkreislaufsystem gehört ins dritte Schuljahr, darunter auch Vertrauensübungen für ein gestärktes Miteinander sowie Impulskontrolle. „Den Kindern wird ein einfaches Problemlösungsschema angeboten“, erklärt Andrea Dokter vom Verein Programm Klasse 2000. Zur Zauberformel im Umgang mit Wut gehöre es, einen Moment innezuhalten, ergänzt sie. Im letzten Grundschuljahr widmen sich die Viertklässler dem Gehirn und dessen Reaktionen auf Werbung und Glück. Hier gilt es, ein kritisches Bewusstsein gegenüber Suchtmitteln und Werbeversprechen zu schaffen. Die jüngste Evaluationsstudie innerhalb siebter Klassen belegt, dass Jugendliche, die in jungen Jahren gezielt geschult wurden, weniger oft zu Zigaretten und Alkohol greifen. „Es gibt auch Impulse in die Familien“, bemerkt Dokter. „Es ist ein ganzheitliches Projekt“, fasst Markus Rödler von der BKK Pfaff zusammen. Schließlich lernten die Schüler, sich zu entspannen, sich gesund zu ernähren, sich zu bewegen und sich sozial zu verhalten. |srg

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