Kaiserslautern Zur Sache: Und was meinen Sie?

Ralf Woll ist Erlenbacher, und er wohnt gerne in seinem Ort. 1995 hat er den elterlichen Gärtnereibetrieb in den Nelkenstraße übernommen. „Es war eine klassische Gärtnerei gewesen“, erinnert sich der gelernte Gartenbaumeister. Armin Woll, sein Großvater, hat den Betrieb vor 86 Jahre gegründet. Das daraus hervorgegangene Blumengeschäft ist seit drei Jahren geschlossen. Geblieben ist Ralf Woll eine Baumschule mit einem Pflegeangebot für Kleingärten einschließlich Rückschnitt von Bäumen. „Die Erlenbacher Straße war einst eine belebte Geschäftsstraße“, blickt er auf einen breit gefächerten Einzelhandel zurück. „Vier Bäcker gab’s im Dorf.“ Die Schließung der Geschäfte habe Auswirkungen auf den Zusammenhalt der Menschen im Ort und in den Vereinen gehabt. Heute hätten viele Erlenbacher eine gute Beziehung zur Geschäftswelt in Otterberg. Als Geschäftsmann geht Ralf Woll in jedem der Vereine in Erlenbach ein und aus. Als Wohnort lässt er nichts über den Stadtteil kommen. „Es lebt sich sehr gut hier. Es ist alles ruhig und friedlich.“ Die Leute seien nett, die Busanbindung nach Kaiserslautern in Ordnung. Von einem guten nachbarschaftlichen Miteinander berichtet der Erlenbacher auch zu den Flüchtlingsfamilien, die im Ort eine Wohnung gefunden haben. Seitdem die Gaststätte in der Mehrzweckhalle wegen Renovierung geschlossen sei, fehle eine beliebte Anlauf- und Begegnungsstätte in Erlenbach, bedauert er. „Es war ein beliebtes Lokal, das von Bürgern und Vereinsmitgliedern gerne besucht wurde. Es wäre schön, wenn die Renovierung Fortschritte macht und ein neuer Pächter gefunden wird“, sagt der Gartenbaumeister. (jsw)