Kaiserslautern Zur Sache: Und was meinen Sie?
Von Neuruppin im Norden Brandenburgs hat es ihn in die Pfalz nach Erlenbach verschlagen. Und in Erlenbach fühlt sich Norbert Siedow mit seiner vierköpfigen Familie pudelwohl.
Der Mathematiker, der zum Team der wissenschaftlichen Mitarbeiter beim Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) gehört, hat sich in Erlenbach nach einem Haus umgeschaut und wurde auf dem Matzenberg fündig. Er spricht von einer zweiten Heimat und der Freundlichkeit der Mitbürger. „Als Zugereister hat man es mir nicht schwer gemacht.“ Aber auch Norbert Siedow ist auf seine Mitmenschen zugegangen. Als er sich zusammen mit seiner Frau Eva ein Konzert des Männergesangvereins (MGV) in der Theo-Barth-Halle angehört hat, war er angetan von den Darbietungen der Sänger. „Das wäre doch was für dich“, habe seine Frau ihm Geschmack auf eine Mitgliedschaft gemacht. Seit sechs Jahren steht Norbert Siedow nun schon an der Spitze des Männergesangvereins mit 150 Mitgliedern und 30 Aktiven. So wie er vor Jahren beim MGV mit offenen Armen aufgenommen worden sei, würde auch er gerne neue Mitglieder im Verein willkommen heißen. Neue Kontakte in Erlenbach habe er auch über die Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins bekommen. Überhaupt sei das Vereinsleben in dem Ortsteil sehr lebendig. Was die Wohnqualität angeht, hat ihm die steile Straße hinauf zum Matzenberg anfangs zu schaffen gemacht. Siedow schätzt die Nähe zum Wald, die Busanbindung an die Stadt und Einrichtungen wie Kindergarten und Grundschule für junge Familien. Wenn der Männergesangverein am 2. März zu seiner großen Prunksitzung in die Theo-Barth-Halle einlädt, freut sich Norbert Siedow nach einer mehrjährigen Sanierungsphase der Mehrzweckhalle, diese wieder in einem optimalen Zustand zu sehen. „Wäre schön, wenn demnächst auch die Gaststätte wieder öffnete“, zeigt er wenig Verständnis für das „Hickhack“ mit der Stadtverwaltung in Sachen Wiedereröffnung der Husarenschänke. Die Lebensgewohnheiten der Menschen seien es, die die Nahversorgung in angrenzende Orte wie Otterbach und Otterberg verdrängt habe. Er nennt Erlenbach eine „Schlafstadt“. Doch wer sich in dem Ortsteil engagieren wolle, könne dies tun. „Die Vereine warten darauf, das Leben in Erlenbach aktiv zu gestalten.“
