Kaiserslautern Zur Sache: Eine Spende, drei Produkte

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Aus einer Vollblutspende, also 500 Millilitern Blut, entstehen im Labor mehrere Blutpräparate. So kann mit jeder Spende mehr als einem Menschen geholfen werden und die einzelnen Bestandteile des Blutes können darüber hinaus ganz gezielt wirken. Durch Zentrifugieren, also eine Art Schleudern, wird das Plasma von den Blutplättchen (Thrombozyten), den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) getrennt. Das Plasma, die transparente Komponente des Lebenssaftes, enthält Stoffe, die für die Blutgerinnung wichtig sind. Außerdem befinden sich Bestandteile im Plasma, die Infektionen abwehren können. Plasmagaben erhalten Patienten, die plötzlich viel Blut verloren oder starke Verbrennungen erlitten haben. Auch bei Vergiftungen kann es hilfreich sein. Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr und Bluter profitieren ebenfalls von Plasmaspenden. Das Konzentrat aus Thrombozyten, die auch buffy coats genannt werden, hilft ebenfalls dabei, Blut gerinnen zu lassen. Die Blutplättchen verkleben Verletzungen in Blutgefäßen. Krebspatienten, vor allem Leukämiekranke, die gerade mit einer Chemotherapie behandelt werden, profitieren von diesem Produkt. Erythrozyten-Konzentrat wird hingegen bei akutem Blutverlust nach Unfällen oder bei Operationen eingesetzt. Auch Patienten, die unter Blutarmut leiden, können Empfänger sein. Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff im Blut. Entfernt werden aus allen Präparaten die weißen Blutkörperchen, die Leukozyten. Sie können Fieber und Antikörperbildung beim Empfänger auslösen.

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