Kaiserslautern Zur Sache: Die ZAK und die privaten Problemabfälle

„Früher sagte man Sondermüll, wir nennen sie heute Problemabfälle“, erklärt Jan Deubig, Vorstand der Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK), „dabei unterscheiden wir zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen.“ Eingesammelt werden die Problemabfälle im privaten Bereich kostenlos vom Umweltmobil, das in Kaiserslautern und im Landkreis unterwegs ist. Als Beispiele nennt Deubig Spraydosen, Altöl, Energiesparlampen, Batterien oder auch Elektrokleingeräte. Die Haltestellen und -zeiten sind unter www.zak-kl.de zu finden. Deubig: „Die sogenannte Mobile Schadstofferfassung ist ein Lkw mit Spezialausstattung und einem eigens für uns angefertigten Container.“ Im Kaufpreis von rund 100.000 Euro – nur für den Container – sind beispielsweise eine doppelte Bodenwanne und ein Feuerlöschsystem enthalten, außerdem unter anderem eine Notdusche. Die Problemabfälle werden, je nach Abfallart sortiert und verpackt, im Kapiteltal in abgeschlossenen Räumen gelagert. Deubig: „Dabei führen wir täglich Bestandslisten, damit, falls etwas passiert, die Feuerwehr weiß, was wo gelagert ist.“ Ist eine bestimmte Transportmenge erreicht, werden die Abfälle von einem Fachentsorgungsunternehmen abgeholt. In speziellen Betrieben werden dann beispielsweise die Batterien in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt. Säuren, Laugen und Lösungsmittel werden in entsprechenden Verbrennungsanlagen vernichtet. „Die Fässer samt Inhalt“, ergänzt Deubig, „wenn die blauen Kunststoffdeckelfässer nämlich einmal zu sind, bleiben sie zu.“ Die Entsorgung lasse sich lückenlos nachweisen: Vom Eingang der Problemabfälle bei der ZAK über den Transport und die Vernichtung. „Dafür gibt es ein elektronisches System zur Nachverfolgung der gefährlichen Abfälle“, schildert Deubig. Das sei mit einem hohen Aufwand verbunden: „Dass da mal einfach so eine Tonne vom Lkw fällt, geht nicht. Oder nur mit viel krimineller Energie.“ Durch das Umweltmobil und die Möglichkeit, Problemabfälle direkt bei der ZAK abzugeben, gebe es keine Notwendigkeit für Menschen, „Öl in die Toilette oder in den Wald zu kippen“, findet Deubig. Es sei „erschreckend, wie viel die Leute irgendwo hinstellen“.
