Kaiserslautern Zum Schulterklopfen in die Türkei

Erik Wekesser, 17-jähriger Stürmer von der U19 des 1. FC Kaiserslautern, hat beim Vier-Nationen-Turnier in der Türkei für Aufsehen gesorgt. Drei Tore steuerte er zum Turniersieg bei. Gunther Metz und Konrad Fünfstück waren selbst vor Ort und gratulierten ihm.

Sein Trainer und der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums hatten sich am Sonntagabend in den Flieger gesetzt und waren angereist, um ihre Wertschätzung zu zeigen, wie Fünfstück gestern auf dem Rückweg erzählt. Sie sahen den Stürmer bei seinem 40-minütigen Auftritt in der zweiten Halbzeit in Side gegen den Gastgeber Türkei und waren mehr als zufrieden. „Wir sind stolz und glücklich, dass es ein Spieler aus unserem Nachwuchsleistungszentrum geschafft hat, mit Leistung zu überzeugen. Wir können deutschlandweit mit den Besten mithalten, und es zeigt, dass wir auf einen guten Weg sind“, sprudelt es aus Fünfstück heraus. Er lobt Gunther Metz und das gesamte Team. „Es ist ein Beweis für ihre gute Arbeit.“ Metz hatte per SMS Kontakt mit DFB-Trainer Guido Streichsbier, der viele lobende Worte für Wekesser fand. Er sei einer der Auffälligsten, habe sich gut integriert und präsentiert. Er hat einen guten Eindruck hinterlassen, aber er muss wissen, dass es noch ein weiter Weg ist zum Profigeschäft, lautete dessen Urteil. Wekesser, der zum ersten Mal im Nationaltrikot auflief, feierte gleich im ersten Spiel gegen die Niederlande seinen ersten Treffer. Das Team siegte 4:0. Im zweiten Duell steuerte er gleich zwei Tore zum 3:2-Sieg gegen Tschechien bei. Mit dem 1:1 gegen die Türkei war der Turniersieg perfekt. Metz und Fünfstück schossen ein Erinnerungsfoto mit dem U19-Stürmer. „Für ihn als Erinnerung. Er soll es genießen. Den Moment und was er erreicht hat“, sagt der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Gunther Metz sieht es jetzt als Aufgabe der Trainer an, ihn „auf der richtigen Spur zu halten. Jetzt wird es für ihn interessant, das zu bestätigen, nicht den Faden zu verlieren, zu wissen, wo er hinwill. Es sind neue Erfahrungen. Er muss lernen, damit umzugehen. Aber er ist ein guter Typ und wird es schaffen“, meint Metz. (huzl)

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