Kaiserslautern Zum Jahresabschluss an die Weinstraße

Nach zwei unterschiedlich erfolgreichen Auftritten im Pokal steht für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs der Saisonauftakt in der „Qualifikationsrunde zur Ober- und Verbandsliga Rheinland-Pfalz/Saar“ auf dem Programm.
Mit dem SC Neustadt III wartet ein unberechenbarer und unbequemer Gegner auf die Krokodile. Spielbeginn im Neustadter Moby Dick ist am Samstag, 17.30 Uhr. Während einige Teams schon bis zu vier Partien ausgetragen haben, steigen die Krokodile als letztes der neun Teams in den südwestdeutschen Liga-Betrieb ein. Wobei die offizielle Tabelle etwas anderes aussagt: Dort stehen für den KSK neun Begegnungen zu Buche. Allerdings betreffen die die zweite Mannschaft, welche von den Lauterern in letzter Minute zurückgezogen wurde – offensichtlich zu kurzfristig, als dass man sie hätte komplett streichen können. So wurden alle Spiele mit 0:10 gewertet. Obwohl die KSK-Reserve Verbandsliga-Meister ist, war der Rückzug richtig, wie ein Blick auf die Ersatzbank in den zwei Pokalspielen bestätigt: Trotz der nun in einem Team gebündelten Kräfte standen den Krokodilen lediglich vier Auswechselspieler zur Verfügung. Die Personalsituation verschärft sich weiter, denn Victor Morenas del Pozo wird sich beruflich in seine spanische Heimat orientieren und den KSK nach knapp eineinhalb Jahren verlassen. Voraussichtlich muss Spielertrainer Stefan Raspudic bereits am Samstag auf ihn verzichten. Vom Papier her sollte dies eigentlich kein größeres Problem sein, denn offiziell trifft der KSK mit dem SCN III „nur“ auf die Neustadter Jugendmannschaft. Dass diese allerdings alles andere als Kanonenfutter ist, bekamen die Krokodile mehrfach zu spüren. So schaffte der KSK II auf dem Weg zum Verbandsliga-Titel erst im Schlussviertel des finalen Saisonspiels gegen den Nachwuchs die Wende und überholte den Gegner in der Tabelle in letzter Sekunde. Schlimmer erwischte es die erste Lauterer Mannschaft, die den Neustadtern in der Vorrunde mit 9:10 unterlag, wodurch man den Spott der gesamten Liga auf sich zog, speziell da neun Treffer durch einen einzigen Bundesliga-Crack erzielt wurden. Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Saisonspielen ist die Neustadter Dritte optimal aus den Startlöchern gekommen – verpasste dann jedoch am Mittwoch durch eine Niederlage in Ludwigshafen den Sprung an die Tabellenspitze. Bei den Krokodilen schwirrt hingegen wohl noch das deklassierende 7:24 gegen den PSV Stuttgart im SSV-Pokal in den Köpfen umher. Davor gab es beim 18:8 gegen den SSV Trier im südwestdeutschen Pokal zwar einen erfolgreichen Einstand, aber ebenfalls mit Mängeln. „Wir müssen über die kompletten 32 Spielminuten konzentriert zu Werke gehen, wenn wir uns nicht nochmal blamieren wollen“, erwartet Stefan Raspudic eine entsprechende Reaktion seines Teams und will unbedingt mit einem Sieg in die kurze Weihnachtspause gehen. (sts)