Kaiserslautern Zukunft der Landwirtschaft ist elektrisch

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Nachwuchskräfte bei John Deere: Etwa 30 Praktikanten arbeiten am Europäischen Technologie- und Innovationszentrum (ETIC) des US-amerikanischen Land- und Baumaschinenherstellers im PRE-Park. Die Studierenden kommen aus verschiedenen Ländern. Neben Masterarbeiten entstehen am Standort in Kaiserslautern auch Doktorarbeiten. So wie die von Volker Kegel. Er hat an einem vollelektrischen Traktor mitgearbeitet, der die Landwirtschaft revolutionieren soll.

Landwirtschaft ist ein Thema, das überall auf der Welt interessiert – dementsprechend kommen die Anfragen nach einem Praktikumsplatz bei der Europaniederlassung von John Deere aus der ganzen Welt. Aus China, Indien, Europa, zählt August Altherr, der Leiter der Niederlassung, auf. Immer wieder seien auch Studierende der Technischen Universität Kaiserslautern darunter. „Im Schnitt arbeiten hier 15 Nationalitäten“, gibt Altherr einen Einblick. Doch nicht nur die Praktikanten profitieren vom Kontakt zur praktischen Arbeit bei John Deere, sondern auch das Unternehmen selbst. „Es gibt uns die Möglichkeit, die Leute früh kennenzulernen“, sagt Altherr. Immer wieder führe ein Praktikum anschließend zur Anstellung. Doch auch Doktoranden biete das Unternehmen eine Möglichkeit. So wie Volker Kegel. Der 32-Jährige ist Diplom-Physiker und promoviert gerade an der TU im Bereich Maschinenbau. In seiner Arbeit, die er im Frühsommer abschließen will, beschäftigt er sich mit einem vollelektrischen Traktor. Die Vision der Landwirtschaft der Zukunft, so ergänzt Altherr, sei es, eine von fossilen Brennstoffen unabhängige Landwirtschaft zu ermöglichen. Daran arbeite John Deere unter anderem bei SESAM, einem Teil des Projekts Informations- und Kommunikationstechnik für Elektromobilität, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird und in dem der vollelektrische Traktor entwickelt wurde. „In der Landwirtschaftstechnik tut sich gerade sehr viel“, sagt Kegel, der auf jeden Fall in diesem Bereich weiter arbeiten will. Das Interesse dafür wurde bei dem Mutterstadter früh geweckt. Sein Vater hat einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb in der Vorderpfalz. „Da saß ich schon mit fünf auf dem Traktor“, erinnert sich Kegel. An der nächsten Generation Landmaschinen will er unbedingt mitarbeiten. (jtt)

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