Kaiserslautern Zu heiß für die Kerwe

Die Bilanz der diesjährigen Lautrer Kerwe fällt durchwachsen aus. Nach einem sehr gut besuchten Eröffnungswochenende und einem durchschnittlichen Wochenstart kam die Hitze und viele Besucher blieben dem größten Volksfest der Westpfalz fern. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Kerwe weniger gut besucht gewesen, bilanzierte Susanne Henn-Marker, Vorsitzende des Schaustellerverbundes Barbarossa.
Am zweiten Kerwe-Wochenende seien weniger Besucher auf den Messeplatz geströmt als erwartet. Nach Henn-Marker sind dafür die „sehr unglücklich“ zeitgleich gelegenen Veranstaltungen wie das Kinderfest in der Gartenschau und der Cosplaytag im Japanischen Garten schuld. „Alle Kollegen sind sehr verärgert, denn eigentlich war am letzten Samstag und Sonntag ideales Kerwewetter“, sagte die Vorsitzende des Schaustellerverbunds. Dabei seien ihre Schaustellerkollegen mit dem Umsatz bis einschließlich Fronleichnam „sehr zufrieden“ gewesen. Der Eröffnungstag mit Feuerwerk und der erste Sonntag seien sehr gut besucht gewesen. „Da hat man richtig gemerkt: Die Leute wollen zur Kerwe.“ Montag und Dienstag seien eher ruhige Tage gewesen, doch damit habe man werktagsbedingt gerechnet. Der Familientag am Mittwoch sei „ganz normal“ gewesen. Doch dann kam die angekündigte Hitze, vor der sich alle Schausteller fürchteten. Henn-Marker: „Am Freitag und Samstag hatten wir 50 Prozent Einbußen. Die Kerwe war tot, selbst abends.“ Unter den rund 150 Fahrgeschäften, Spielbuden und Essensständen lockte vor allem die XXL-Schaukel „No. 1“, die zum zweiten Mal auf dem Messeplatz dabei war, die Besucher. „Die jungen Leute brauchen heute den Adrenalin-Kick“, so Henn-Marker. Auch im und vor dem großen Festzelt sei viel los gewesen: Der aufgeschüttete Sand vorm Eingang sorgte für Urlaubs-Atmosphäre und sei gerade von Familien gut angenommen worden. Für den Herbstmarkt plane man daher vor dem Festzelt eine Waldlaube zu bauen, ließ Henn-Marker für den anstehenden Jahrmarkt im Oktober durchblicken. „Wir sind jetzt schon voller Ideen.“ Die bisherigen Umsatzeinbußen durch die Hitze und die Parallelveranstaltungen am zweiten Kerwe-Wochenende könne man zwar am letzten Kerwe-Tag nicht mehr wettmachen – trotzdem gab sich Henn-Marker zum Abschluss der Kerwe zuversichtlich. Sie setzte auf das große Feuerwerk, mit dem der Maimarkt gestern Abend zu Ende ging. (gpl)