Kommentar
Ziemlich viele offene Fragen
Journalisten geht’s nicht anders, als dem Rest der Bevölkerung: Wir haben gerne recht. Gerade auch, weil wir unsere Meinung öffentlich hinausposaunen, so wie in diesem Kommentar. Nun hoffe ich aber, dass ich mit den folgenden Zeilen unrecht habe – und mir das in zehn Jahren jemand unter die Nase reibt!
Die Antworten, die die Opel-Pressestelle auf unsere Anfrage geschickt hat, machen nämlich wenig Mut. Was investiert der Konzern in den Standort? Die Frage bleibt offen. Ebenso was hier künftig gefertigt wird und wie lange die Beschäftigung gesichert ist. Stattdessen findet sich mehrfach der Verweis auf die Batteriezellfertigung. Ein klares Bekenntnis zum Werk sieht anders aus! Immerhin: 35 junge Menschen beginnen in diesem Jahr eine Ausbildung „beim Opel“. Aber ob sie 2033 noch in dem Unternehmen sind – und ob das Unternehmen dann noch in Kaiserslautern ist? Abwarten! Ein Opelaner hat mir kürzlich gesagt: „Ob Opel oder ACC auf der Gehaltsabrechnung steht, ist egal – so lange am Monatsende das Geld da ist.“
