Kaiserslautern Yoga, Musik und spannende Experimente

Remo Rittiner (links) und Sushil Bhattacharya wollen mit Natur und Publikum zur Ruhe kommen.
Remo Rittiner (links) und Sushil Bhattacharya wollen mit Natur und Publikum zur Ruhe kommen.

Mit einer Kombination aus Kultur, Kunst und Kreativem mit Naturerfahrungen hat das Ökologieprogramm der Stadt am Samstag auf dem Kaiserberg die Leistung seines Projekts Freilandlabor der Öffentlichkeit präsentiert. „Wir wollen zeigen, was von Langzeitarbeitslosen hier geleistet wird“, sagte Projektleiterin Doris Preuninger.

Unter dem Motto „Gärten (er)leben“ standen Stationen wie der Kaiserbergpfad, der Hildegard-von-Bingen-Garten und der vor kurzem erst eröffnete Wildbienen- und Schmetterlingsgarten im Mittelpunkt. Die Yogalehrerin und Yogatherapeutin Doris Preuninger hatte dazu weitere Dozenten und Musiker eingeladen. Zwischen blühenden Wiesen und in fein gestalteten Gärten bot sich Erwachsenen wie Kindern ein vielfältiges Angebot „für alle Sinne“, das – abgesehen vom Yoga-Workshop mit Mantras − am frühen Nachmittag aber noch verhältnismäßig wenige Besucher nutzten. Die Augen schließen, den Atem fließen lassen, die Beine aufstellen und die Arme hinter den Kopf legen: Unter Sonnensegeln vor der allzu hellen Mittagssonne geschützt und komfortabel auf Matten ausgestreckt, folgten gut zwei Dutzend Menschen auf der „Arena“ im Zentrum des Kaiserbergs den Anweisungen von Yogatherapeut Remo Rittiner. Ihn begleitete Yogalehrer Sushil Bhattacharya mit Klangkörpern mit spiritueller Kraft: „Mantras“. „Wir wollen gemeinsam in der Natur zur Ruhe kommen“, beschrieb Rittiner sein auf zweimal zwei Stunden angelegtes Programm. Zwischen den Kräutern im Hildegard-von-Bingen-Garten vertonte die Klangpädagogin Ute Müller-Eisenlor mittels ihrer Instrumente Texte der mittelalterlichen Kirchenlehrerin. Das Thema „von der Tiefe bis noch zu den Sternen durchflutet Liebe das All“ unterstrichen zum Beispiel drei Gongs. Der größte Gong, der die tiefsten Tönen erklingen ließ, stand für die Erde, der mittlere für den Mond und der hellste für die Sonne. Das Spiel- und Spaßmobil des Ökologieprogramms war bereits am Morgen ein beliebter Anlaufpunkt für Kinder und Eltern gewesen. Hier demonstrierte Michael mit großer Begeisterung seine Beispiele aus der Naturwissenschaft. Den Luftballon auf einem Nagelbrett zum Platzen zu bringen, erfordert richtig Kraft, war eine Erkenntnis. Die Sache mit dem Unterdruck, demonstriert mittels eines Pfennigs, der wie von Zauberhand statt im Wasser, ganz plötzlich auf dem Trockenen lag, eine andere. Besonders fasziniert hatte seine kompliziert aussehende Destillationsanlage, mit der er Lavendelblüten in puren Duft verwandeln konnte. Neben dem Seerosenteich im Freilandlabor lud Liederpoet Helmut Wingerter mit „Liedern der Seele“ zum entspannten Verweilen ein, neben dem Lavendel-Labyrinth musizierte das Duo InTon „laute und leise Töne“, an anderer Stelle bot sich der Barfußpfad als Einladung zum „Sinnes-Wandel“ an. Die Semira Dancers mit ihren „Sommertänzen“ beendeten nach sieben Stunden ein abwechslungsvolles und anregendes Sommerprogramm auf dem Kaiserberg in der Gartenschau.

x