Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Wird das Spiel auf dem Betze ein Heimspiel für Trier?

Laufduellim Testspiel am Mittwochabend auf dem Fröhnerhof: Gabriel Laba (FCK II) sprintet gegen David Höft vom SV Steinwenden.
Laufduellim Testspiel am Mittwochabend auf dem Fröhnerhof: Gabriel Laba (FCK II) sprintet gegen David Höft vom SV Steinwenden.

Mit kleinem Kader und großer Hoffnung startet die U21 des 1. FC Kaiserslautern in Spiel eins der zwei Partien, in denen es um das Ticket für die Aufstiegsrunde geht. Eintracht Trier ist am Sonntag (14 Uhr) zu Gast im Fritz-Walter-Stadion. Und Lauterns Trainer hofft, dass es dafür Verstärkung aus dem Profikader gibt.

„Ich bin ein optimistisch denkender Trainer, aber nicht blauäugig“, sagt Peter Tretter, der Chefcoach des Oberligateams der Roten Teufel, und bleibt auf dem Boden der Tatsachen. Er weiß, dass die Chancen, ausgerechnet gegen den Tabellenführer Trier und gegen den Ligasechsten TuS Koblenz die Punkte zu holen, die sein Team noch braucht, um in die Aufstiegsrunde zu kommen, nicht sehr hoch sind. Und er kennt auch nur zu gut die Voraussetzungen, unter denen sein Team antritt. Die Lücken, die die Verletzten gerissen haben, sind weiter groß und eine neue ist dazugekommen durch Costa Fath, der sich im Testspiel gegen Pirmasens das Kreuzband gerissen hat. „Das ist ein Nackenschlag für das ganze Team, auch für das Trainerteam. Das hat uns alle mitgenommen. Er spielt für die Mannschaft auch außerhalb des Spielfeldes eine wichtige Rolle und wird dem Team fehlen.“

Drei Rückkehrer

In der Vorbereitung waren meist nur zwölf, 13 Spieler im Training, der gesamte Restkader. Einziger Lichtblick ist, dass Leon Hotopp, Nerman Mackic und Moritz Theobald seit Mitte der vergangenen Woche nach ihren Verletzungen zurück im Training sind. Doch ein Einsatz im Spiel gegen Trier komme für sie zu früh, sagt Tretter, der hofft, dass sie in Koblenz (5. März, 15.30 Uhr, Stadion Oberwerth) wieder mit dabei sein können.

Mit Verstärkung aus der U19 kann der Chefcoach der U21 erst einmal nicht rechnen. Das A-Junioren-Bundesligateam hat selbst wichtige Spiele vor sich. „Sie können uns erst gegen Frühjahr, im März, April helfen.“ Der Oberliga-Coach hofft auf Verstärkung aus dem Profikader, weiß aber, dass auch da die Lage krankheits- und coronabedingt schwierig sein kann. Tretter bleibt aber optimistisch: „Thomas Hengen wird mit Sicherheit alle Hebel in Bewegung setzen.“ Und sollte nichts „von oben“ kommen, weiß Tretter, was er hat: „Ich habe ein gutes Team. Die Jungs entwickeln sich immer weiter.“

Generalprobe gegen SVS

Am Mittwoch testete er noch einmal gegen das Verbandsligateam des SV Steinwenden, wechselte Leon Hotopp und Moritz Theobald schon mal probeweise ein. Maximilian Fesser traf zweimal (11., 16.), Mike Scharwath legte das Tor zum 3:0-Endstand nach (90.). „Wir hatten bisher einfach Pech im Team“, kommentiert Tretter die Verletztenmisere. „Wir hatten eine schwere Vorbereitung und wussten, dass es eine schwere Runde wird.“ Der Trainer hofft trotzdem, dass sein Team gegen Trier „zumindest einen Punkt holt“. Er fürchtet, dass das Spiel wegen der immer zahlreichen Trierer Fans und des zeitgleichen Spiels der Profis des FCK beim SV Waldhof Mannheim „fast ein Heimspiel für Trier“ wird.

Roth muss zuschauen

Für einen Spieler der Gäste ist die Begegnung im Fritz-Walter-Stadion was ganz Besonderes. Nicht nur, weil er schon mal im Stadion gespielt hat. Maurice Roth, der frühere Kapitän des SV Morlautern, wohnt nach wie vor in Kaiserslautern und hatte sich insgeheim ein Ziel gesetzt: Er wollte genau bei dem Spiel zum ersten Mal wieder für Trier auf dem Feld stehen. Fünf Monate ist seine Operation nach dem Kreuzbandriss her (wir berichteten). „Es sieht sehr gut aus“, sagt er. Auch wenn sein OP-Bericht ursprünglich sagte, die Genesung dauere in der Regel sechs bis neun Monate und die Ärzte zu ihm gesagt hatten, bei ihm werde das eher länger dauern, mache er jetzt nach fünf Monaten große Fortschritte. Nach unzähligen Einheiten beim Physiotherapeuten und im Kraftraum sei er inzwischen wieder im Mannschaftstraining und habe gehofft, dass es für einen Einsatz im Spiel gegen die zweite Mannschaft des FCK reiche. „Aber Ärzte und Therapeuten haben da ja auch was mitzureden“, und die hätten ihr Veto eingelegt, erzählt er auf RHEINPFALZ-Nachfrage.

So fährt Roth mit der Mannschaft auf den Betze, macht die Aufwärmeinheit im Stadion mit und nimmt dann auf der Bank Platz. Er ist gespannt auf das Spiel, hält viel vom Nachwuchsteam der Roten Teufel. „Die FCK-Amateure, das sind viele talentierte Jungs, die können alle Fußball spielen. Das wird ein Gradmesser, der zeigt, was wir können.“

Punkte verloren

Peter Tretter weiß, „wenn wir es gegen Trier nicht schaffen, dann haben wir nicht wegen Trier verloren, sondern in der Vorrunde gegen Bingen und gegen Salmrohr. Diese beiden Spiele hängen mir nach. Da haben wir es versäumt, den einen oder anderen Punkt zu holen.“ Und dann war da noch die Sache mit der „hohen Fluktuation in der Vorrunde“. „Wir hatten 39 Spieler im Kader, 34 davon haben wir eingesetzt. Jede Woche gab es vier, fünf neue Gesichter. Dass es schwer wird, war von vornherein klar.“ Hoffnungen hat der Cheftrainer der U21 des 1. FC Kaiserslautern trotzdem. Auf zumindest einen Punkt gegen Eintracht Trier, einen Dreier gegen Koblenz und auf die Aufstiegsrunde.

Hier gibt es die Tickets

Für das Spiel der U21 des FCK gegen Eintracht Trier am Sonntag um 14 Uhr im Fritz-Walter-Stadion gilt die 2G-plus-Regel. Nach den allgemein gültigen Vorschriften sind bis zu 10.000 Zuschauer zugelassen. Tickets gibt es nur im Vorverkauf bis einschließlich Freitag im Onlineshop des FCK unter https://shop.fck.de/tickets/u21/. Eine Tageskasse wird es nach Auskunft der Pressestelle des FCK nicht geben.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Newsletter wird jeden Freitag verschickt.

Noch mehr FCK gibt es hier:

Pokalsieger, Absteiger, Wiederaufsteiger, Meister: Der 1. FC Kaiserslautern ist wie kaum ein zweiter deutscher Fußballverein in der Region verankert. Unsere Redaktion ist dicht dran am FCK und bietet exklusive Einblicke in den legendärsten Club aus der Pfalz. Alle wichtigen Infos, Hintergründe und Neuigkeiten gibts für Fans auch in unserem Newsletter und dem Podcast Lautre!

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

x