Kaiserslautern „Wir nehmen die Favoritenrolle an“
Im Westpfalz-Derby der Dritten Handball-Bundesliga Süd empfängt der TuS Dansenberg am Samstag (20 Uhr, Layenberger Sporthalle) die VTZ Saarpfalz. Während die Gäste aus Zweibrücken sich den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt haben, peilt die Mannschaft von Trainer Marco Sliwa einen einstelligen Tabellenplatz an.
Die Lauterer sind mit einer Punkteteilung beim amtierenden Meister der Dritten Handball-Bundesliga Süd, SV Salamander Kornwestheim, gut in die Saison gestartet. Der Aufsteiger aus Zweibrücken hat die neue Runde mit einer 24:31-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen II begonnen. Nach starker erster Halbzeit (15:16/30.) durfte sich die Mannschaft von Trainer Danijel Grgic noch berechtigte Hoffnungen auf einen Überraschungscoup machen. Bis zum 17:18 (37.) waren die Rosenstädter in Schlagdistanz, ehe die Zweitvertretung des amtierenden Deutschen Pokalsiegers Tor um Tor davonzog. Bester Schütze beim Aufsteiger war Neuzugang Tom Paetow, der sieben Treffer erzielte. Auch VTZ-Urgestein Philip Wiese (6) zeigte sich gewohnt treffsicher. Die beiden ehemaligen Dansenberger Martin Mokris (2/1) und Alexey Wetz hingegen offenbarten noch Luft nach oben. Nach dem Gewinn der Oberliga-Vizemeisterschaft in der Spielzeit 2016/17 marschierte die VTZ ein Jahr später souverän zum Titel. Die Rollen vor dem Derby sind vom Papier her dennoch klar verteilt. „Wir nehmen die Favoritenrolle an. Dass die VTZ sie naturgemäß weit von sich weisen wird, ist normal. Wichtig ist, dass wir über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung abliefern. Mit unseren Fans im Rücken bin ich mir sicher, dass wir die Halle dann auch als Sieger verlassen werden“, betont Dansenbergs Trainer Marco Sliwa. Die Gäste plagen große Verletzungssorgen. Kreisläufer Vladislav Kurotschkin, der sich in der Saisonvorbereitung den Mittelfuß gebrochen hat, wird noch fehlen. Das Gleiche gilt für Kapitän Wiese. Der Routinier hat sich in der Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen am Handgelenk verletzt und droht auf unbestimmte Zeit auszufallen. Hinter dem Einsatz von Tomas Kraucevicius steht noch ein großes Fragezeichen. Für Wetz, der in seine vierte Spielzeit bei den Rosenstädtern geht, hat die Partie an seiner alten Wirkungsstätte einen ganz besonderen Reiz. Der 26-Jährige laboriert zwar noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses, wird aber definitiv im Aufgebot stehen. „Ich fühle mich an sich gut, aber mit dem Knie ist es für mich noch schwer, in den Ligaalltag reinzukommen. Unterbewusst spielt da der Kopf vielleicht auch noch ein bisschen mit rein, weswegen ich noch nicht bei hundert Prozent bin. Auf die Partie am Samstag aber freue ich mich dennoch sehr, denn ich bin in Dansenberg handballerisch groß geworden und kenne ja so ziemlich jeden“, wird Wetz auf der VTZ-Homepage zitiert. Ein Spieler mit VTZ-Vergangenheit beim TuS ist Steffen Kiefer. Nach einer für ihn persönlich durchwachsenen Spielzeit will der Linkshänder wieder voll angreifen. Dass Derbys zuweilen ihre eigenen Gesetze haben, bekamen die Dansenberger letzte Saison zu spüren. Am achten Spieltag zogen sie gegen den bis dahin sieglosen TV Hochdorf zuhause mit 21:23 den Kürzeren. Diesmal will es die Sliwa-Sieben besser machen.