Kaiserslautern „Wir haben uns nicht gewehrt“
Hans Werner Moser war bedient. „Das war ein verdienter Sieg für den FK Pirmasens“, musste der Trainer der U23 des 1. FC Kaiserslautern nach der 1:3-Niederlage seines Teams gestern Abend im eigenen Stadion zugeben und fügte trocken an: „Die ersten drei Schüsse sind alle wieder eingeschlagen.“
Woran es lag, dass dieselbe Elf, die gegen Saarbrücken so überragend gespielt hatte, den Tabellennachbarn Pirmasens nicht in den Griff bekam, konnte auch Maximilian Dittgen nicht erklären. Der Kaiserslauterer Profi hatte sein Team mit seinem Freistoßtreffer zum 1:2 wieder ins Spiel gebracht (58.), konnte sich aber nicht wirklich über sein Tor freuen. „Ich hätte lieber gewonnen.“ Er suchte nach Worten und Ursachen. Dafür, dass er und seine Mannschaft die ersten 30 Minuten nicht ins Spiel kamen. „Wir haben die zweiten Bälle nicht gewonnen. Die letzten 15 Minuten hatten wir zwei gute Chancen. Ein Treffer vor der Halbzeitpause wäre Gold wert gewesen.“ Doch es kam anders. Pirmasens traf, Lautern verkürzte durch Dittgens Freistoß, und der FKP erhöhte auf 3:1. Dittgen: „Wir kommen ran, und fast im Gegenzug fällt das 3:1.“ „Wir sind nicht am Mann dran, haben uns nicht gewehrt bei den Gegentoren, lassen die schießen, so gewinnst Du kein Spiel“, äußerte Kapitän Michael Schindele Selbstkritik. Moser versuchte sich zu erklären, wie dieselbe Mannschaft, die in Saarbrücken so überragende Leistung gebracht hat, jetzt so enttäuschen konnte. „Ich wollte ihr die Chance geben, die Leistung zu bestätigen“, sagte er und trauerte der Chance auf den Sprung in der Tabelle nach, den sein Team hätte machen können. „Profifußball heißt konstante, gute Leistung. Das war hier nicht der Fall“, lautete seine Erkenntnis. Pirmasens Trainer Peter Tretter versuchte ihm was Positives mit auf den Weg zu geben: „Wir haben die ersten 20 Minuten sehr guten Fußball gespielt. Dann waren aber die Lauterer am Ball, wir hatten zwei, drei Mal Glück, und wir waren eben sehr effektiv.“ Für Schindele ein schwacher Trost. „Wir müssen das zusammen aufarbeiten und abhaken. Am Dienstag geht es weiter. Wir müssen gegen Watzenborn-Steinbach eine andere Leistung zeigen, sonst nehmen wir da auch nichts mit.“ Dittgen versuchte nicht zu lange drüber nachzudenken, was gewesen wäre wenn und dass sein Team jetzt Tabellenvorletzter ist. „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken, sonst können wir nicht frei aufspielen.“ Moser weiß, was jetzt wieder mal auf ihn wartet: Er muss die Mannschaft aufbauen. „Wir versuchen es am Dienstag besser zu machen“, verspricht er, bevor er enttäuscht im Kabinengang verschwindet. Sport