Handball
„Wir haben das Spiel selbst vergeigt“
Weitaus schwerer als die erste Niederlage im sechsten Spiel wog die Verletzung von Rechtsaußen Frederik Bohm, der Mitte der zweiten Halbzeit mit einer schweren Knieblessur vom Feld musste. Roman Bold, Maurice Lamotte und Benjamin Jusufbegovic hatten die Reise ins Saarland aus gesundheitlichen Gründen gar nicht erst mitangetreten, die beiden Nachwuchs-Asse Ben Kölsch und Tobias Kurz waren mit Nieder-Olm in der A-Jugend-Bundesliga im Einsatz.
Trotz dieser eklatanten Personalsorgen konnte der TuS Dansenberg das Spiel in der von den beiden Abwehrreihen dominierten Anfangsphase offen gestalten (4:4/11.). Durch fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen ließen sich die Schwarz-Weißen dann aus dem Konzept bringen, agierten viel zu hektisch und brachten bis zur Pause nur noch vier Treffer zustande (8:13/30.).
Die Aufholjagd
„Trotz des deutlichen Halbzeitrückstandes hat die Mannschaft eine tolle Moral gezeigt“, fand Trainer Sebastian Wächter. Beflügelt von ihrem neunfachen Torschützen Marco Holstein machten sich die Dansenberger an die Aufholjagd. Das Umschaltspiel nach Ballgewinnen funktionierte gut, und auch im Positionsspiel lief es jetzt deutlich besser. Mit seinem Treffer zum 15:19 (36.) läutete Bohm die stärkste Phase der Westpfälzer ein, die mit einem 7:2-Lauf zum 21:21-Ausgleich kamen.
Die Schlussphase gehörte aber dann dem TVH, der den Gästen in den letzten zehn Minuten aus dem Spiel heraus keinen Treffer mehr gestattete. Ein verwandelter Siebenmeter von Timo Holstein zum 22:25-Endstand taugte nur noch zur Ergebniskosmetik. „Leider muss man sagen, dass wir das Spiel gegen einen der Topfavoriten auf den Aufstieg selbst vergeigt haben“, sagte Wächter mit Blick auf vier verschossene Siebenmeter und liegen gelassene Großchancen.
Das nächste Spiel der Perspektivmannschaft steht am Sonntag (18 Uhr) gegen den TuS 05 Daun auf dem Programm.
So spielten sie
TuS Dansenberg II: Seitz/Haubeil (Tor), M. Holstein (9), Wetz (5), T. Holstein (3), Bohm (2), Wächter, Jung (je 1), Theuer (1/1), Simgen, Schulze, Hofmann, Benkel