Kaiserslautern Wintereinbruch in der Westpfalz: 230 Polizeieinsätze, gesperrte Autobahnen

Am Samstagvormittag war die A6 in Höhe der PRE-Parks bei Kaiserslautern noch vollgesperrt.
Am Samstagvormittag war die A6 in Höhe der PRE-Parks bei Kaiserslautern noch vollgesperrt.

Der Wintereinbruch am Freitagabend hat für Chaos auf den Straßen in der Westpfalz gesorgt. Das Polizeipräsidium Westpfalz verzeichnete bis Samstag, 12 Uhr, 230 Einsätze. Aufgrund der starken Schneefälle ereigneten sich zahlreiche Verkehrsunfällen. Wegen querstehender Fahrzeuge und umgefallener Bäume kam es zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen, teilweise kam der Verkehr komplett zum Erliegen.

Feuerwehr meldet 380 Alarmierungen

Nachdem am Freitag der starke Schneefall eingesetzt hatte, registrierte die Feuerwehr der Stadt Kaiserslautern ab etwa 20.30 Uhr zahlreiche Notrufe auf der Integrierten Leitstelle Kaiserslautern. Insgesamt, so die Feuerwehr, wurden mehr als 380 Alarmmeldungen entgegengenommen. Im Stadtgebiet Kaiserslautern war neben der Berufsfeuerwehr auch die gesamte Freiwillige Feuerwehr alarmiert und mit über 100 Kräften im Einsatz. Die Schnelleinsatzgruppe „Verpflegung“ des Deutschen Roten Kreuzes unterstütze mit 15 Kräften. Das Technische Hilfswerk war mit Einheiten der Ortsverbände Kaiserslautern, Pirmasens, Homburg, Frankenthal, Alzey und Landau mit mehr als 70 Kräften eingebunden, teilte die Feuerwehr mit

Autobahnen stundenlang gesperrt

Die Autobahnen 6, 62 und 63 waren aufgrund von Verkehrsunfällen und quer stehender Lastwagen bis zum späten Morgen teilweise voll gesperrt. Laut Polizei bildeten sich lange Staus. Wegen massiver Bergungsschwierigkeiten dauerten die Sperrungen den ganzen Vormittag an. Die Katastrophenschutzkräfte der Stadt Kaiserslautern verteilten warme Getränke, das angeforderte Technische Hilfswerk unterstützte bei der Bergung. Gegen Mittag meldete die Polizei, dass die Autobahnen wieder frei sind.

Auf Bundes- und Landesstraßen kommt es am frühen Nachmittag aber immer noch zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Insgesamt sperrte die Polizei im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westpfalz mehr als 40 Straßen wegen der Gefahr von Schneebruch, querstehender Fahrzeuge und umgestürzter Bäume. Wie die Feuerwehr der Stadt Kaiserslautern gegen Mittag mitteilte, fahren die Einheiten gezielt gesperrte Strecken an, kontrollieren diese und räumen die Straßen frei.

Allein in Kaiserslautern über 80 Bäume umgestürzt

Allein im Bereich der Polizeidirektion Kaiserslautern registrierten die Einsatzkräfte über 50 Verkehrsunfälle und mehr als 80 umgestürzte Bäume. Zwei Personen wurden laut Polizei leicht verletzt. Sonst blieb es bei Sachschäden. Für das Gebiet der Polizeidirektion Pirmasens sind lediglich zwei Verkehrsunfälle gemeldet worden. Verletzt wurde niemand. Elf Straßen waren dort zeitweise gesperrt. Die entstandenen Sachschäden schätzt die Polizei auf insgesamt etwa 200.000 Euro.

Etliche Gemeinden ohne Strom

Weil Bäume auf Stromleitungen stürzten, kam es laut Polizei zudem in mindestens 33 Ortsgemeinden zu Stromausfällen. Auch im Stadtgebiet von Kaiserslautern war in der Nacht der Strom ausgefallen. Bis Samstagmittag konnte die Stromversorgung nicht in allen Gemeinden wiederhergestellt werden.

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