Kaiserslautern Windrad-Spatenstich der ZAK: „Vermeiden 8200 Tonnen CO2 pro Jahr“
Es soll 170 Meter hoch sein, spätestens im Februar 2028 ans Netz gehen – und jährlich 12,6 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren: Die Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) hat am Freitagnachmittag den symbolischen Spatenstich für ihr viertes Windrad vollzogen. „Wir vermeiden damit ungefähr 8200 Tonnen CO2 pro Jahr“, sagte ZAK-Vorstand Jan Deubig vor Ort im Staatsforst. „Das ist die größte Anlage, die im Binnenland errichtet werden kann.“ Gebaut werden soll der Riese vom Typ Vestas EnVentus V 162 auf einer Fläche von 1,1 Hektar – wegen einzuhaltender Mindestabständen musste die ZAK etwa 2000 Quadratmeter vom Forstamt Otterberg dazupachten. Gesamtkosten für das Projekt: rund 13 Millionen Euro, die der Abfallbetrieb aus eigener Kasse investiert.
Laut Deubig entspricht der Jahresertrag des Windrads dem jährlichen Verbrauch von 4200 Haushalten. Vor Vertretern des Verwaltungsrats um Landrat Ralf Leßmeister (CDU) und der Politik sprach der ZAK-Chef von einem „wichtigen Beitrag zur Autarkie“ – und „nur minimalen Eingriffen in die Natur“.
Dem schloss sich auch Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen) an, die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin. Bei einsetzendem Regen sagte die Mainzerin: „Wir müssen die Windenergie so vorantreiben, dass es verträglich ist.“ Hier, auf dem Gelände der ZAK, geschehe genau das. Die Anlage, deren Rotordurchmesser 162 Meter beträgt, sei in einer wahren Rekordzeit abgesegnet worden, meinte Deubig weiter – vom Antrag im Oktober 2024 bis zur Genehmigung im März 2025 vergingen fünf Monate. „Es gab keinerlei kritische Zwischentöne im Verfahren“, so der Vorstand. Um nicht zu sagen: „keinen Gegenwind“. Ein weiterer Artikel folgt.