Handball Wiedersehen mit alten Bekannten in Dansenberg
Die finanzstarken Saarländer, FCK-Hauptsponsor Theiss Naturwaren steht als Investor hinter dem Verein, sind mit der Ambition in die Saison gestartet, um den Aufstieg mitzuspielen. Stattdessen finden sich die „Honigdachse“ nach drei Niederlagen in drei Spielen und dem schlechtesten Torverhältnis aller Vereine auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Besonders schmerzhaft war die deutliche 25:37-Derbyniederlage gegen die HG Saarlouis am vergangenen Wochenende. Und das, obwohl der Kader um Ex-Nationalspieler Yves Kunkel, den TuS-Trainer Thomas Weber als „Dreh- und Angelpunkt des Homburger Spiels“ bezeichnet, hochkarätig verstärkt wurde. Unter anderem wurde Ex-Juniorenweltmeister Patrick Schulz verpflichtet, der bereits in der Ersten Liga gespielt hat, und der Portugiese Joel Ribeiro, der von Zweitligist TV Hüttenberg kam.
„Ein sehr emotionales Spiel“
Beim Duell gegen den TV kommt es auch zum Wiedersehen mit einigen ehemaligen Dansenbergern: Trainer Steffen Ecker, der als Spieler und Trainer für den TuS aktiv war, Torhüter Henning Huber, Linkshänder Nuno Rebelo und TuS-Eigengewächs Robin Egelhof, der im vergangenen Sommer zum TV Homburg gewechselt ist. „Für mich persönlich ist es natürlich ein sehr emotionales Spiel gegen die alte Heimat. Es wird besonders sein, die Dansenberger Halle als Gast zu betreten“, sagt Egelhof. Er sieht allerdings auch die sportliche Relevanz: „Nach dem schlechten Saisonstart ist das Spiel für uns richtungsweisend.“
Im Lager des TuS geht man nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende mit mehr Optimismus ins Derby. Die Leistung aus der ersten Hälfte des Spiels gegen Aldekerk soll als Vorlage dienen: „Diesmal wollen wir unser Spiel über 60 Minuten auf die Platte bringen“, zeigte sich TuS-Kapitän Sebastian Bösing motiviert. Einen Leistungseinbruch wie in der zweiten Halbzeit gegen Aldekerk soll es diesmal nicht geben. Trainer Weber warnte davor, den Gegner zu unterschätzen: „Der TV Homburg ist mit Sicherheit nicht so schlecht, wie es der momentane Tabellenplatz vermuten lassen würde. Die Mannschaft ist gespickt mit Spielern, die bereits höherklassig gespielt haben. Ich sehe uns nicht als Favorit.“
Auch TuS II hofft auf die Fans
Auch für die zweite Mannschaft des TuS geht es am Wochenende zuhause weiter. Am Sonntag, 18 Uhr, empfängt das Team von „Theo“ Megalooikonomou den Vierten der vergangenen Oberliga-Saison, die HSG Rhein-Nahe Bingen. Die HSG ist mit zwei Siegen in die Runde gestartet und gehört, nach Einschätzung von TuS-Trainer Patrick Schulze, trotz des Abgangs von Toptorwerfer Henrik Walb (nach Dansenberg) „unter die Top fünf der Liga. Sie sind sowohl auf Außen als auch im Rückraum sehr stark besetzt, wir müssen einen guten Tag erwischen, wenn wir Punkte behalten wollen“, bewertet Schulze die Kräfteverhältnisse. Er sagt aber auch „zuhause können wir fast jeden Gegner schlagen. Ich habe keine Bedenken, dass wir Bingen vor große Herausforderungen stellen werden, wenn wir an die starken Leistungen gegen Saulheim und Vallendar anknüpfen können.“
B-Jugend im Halbfinale
Ein weiteres Oberligaduell gibt es ab Samstag, 14 Uhr, in der Layenberger Sporthalle: Die B-Jugend des TuS empfängt das HLZ Friesenheim/Hochdorf. Mit einer Erfolgsgeschichte im Rücken. Am vergangenen Sonntag trat die B-Jugend des TuS beim jährlichen Pfalzgas-Cup an, einem Turnier für B- und C-Jugend Spieler, und erreichte mit drei Siegen aus drei Spielen souverän die nächste Runde. Als Oberligist hatte die B-Jugend des TuS die Vorrunde übersprungen und startete wie die beiden anderen Pfälzer Oberligisten TV Offenbach und HLZ Friesenheim/Hochdorf direkt in der Zwischenrunde. Die Spieler des 2007er Jahrgangs waren dabei besonders motiviert, da es für sie die letzte Teilnahme an dem Wettbewerb ist. Gegen die beiden Pfalzligisten TuS Heiligenstein und HSG Eckbachtal wurde das Team des Trainerduos Andreas Ireland und Gabor Tüdös ihrer Favoritenrolle gerecht. Gegen Friesenheim/Hochdorf gelang ein knapper 12:11-Sieg. Im Halbfinale spielt Dansenberg am 3. Oktober gegen die JSG Mundenheim/Rheingönnheim um den Einzug ins Finale am 9. Dezember. Den Schwung aus dem Sieg gegen das HLZ will das Team mitnehmen in das Oberliga-Duell.