Spiel des Tages
Wie TuS Hohenecken das Schlüsselspiel gewinnen will
Dass sie vor einer großen Herausforderung stehen, ist den Hoheneckern bewusst. Treffen sie doch auf einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und für den am Sonntag nur ein Sieg zählt. Wie trübe es für die Rüssinger aussieht, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Da stehen sie mit 26 Punkten in der Abstiegszone, auf Platz 14. Verschärft wird ihre Lage noch dadurch, dass der Abstand auf den oberen Tabellennachbarn, den SV Hermersberg, schon sechs Zähler beträgt und dass sie bis zum Saisonende nur noch in drei Spielen punkten können.
„Unser Gegner hat mehr Druck als wir“, weiß daher Hassenfratz. Sprechen doch die Zahlen klar für seine Mannschaft, die drei Plätze und neun Punkte vor den Rüssingern rangiert. Doch in Sicherheit darf sich die Hassenfratz-Truppe noch nicht wiegen. Denn sie spürt die beiden Verfolger Bretzenheim (33) und Hermersberg (32) im Nacken. Und dann ist da noch die wie ein Alptraum auf den Teams der unteren Tabellenhälfte lastende Zahl der möglichen Absteiger. Am Ende könnte es fünf der 17 Verbandsligisten erwischen.
Kiefaber ist vom Sieg überzeugt
Die Zuversicht, dass sie am Schluss nicht zu diesem möglichen Quintett gehören werden, ist bei den Hoheneckern am vergangenen Wochenende gestiegen. Der durch das 1:1-Unentschieden beim SC Idar-Oberstein erzielte Punktgewinn habe seiner Mannschaft Mut für die kommenden Aufgaben gemacht, betont Hassenfratz, der überaus zufrieden mit dem Auftritt der Seinen beim Tabellenvierten war. Bemerkenswert daran war nicht nur, dass der TuS sich als Außenseiter dieses Remis erkämpfte, sondern auch, dass es ihm direkt nach der Pleite gegen den Spitzenreiter VfR Baumholder gelang. Die Entschlossenheit, sich im Abstiegskampf zu behaupten, merkte man nach dem Spiel in Idar-Oberstein Marco Kiefaber an. „Wenn wir gegen Rüssingen so spielen wie gegen den SCI, dann gewinnen wir“, erklärte der kampfstarke Abwehrspieler mit Überzeugung in der Stimme.
Ediz Sari, Trainer der Rüssinger, weiß um die schwere Lage für sein Team. „Die Chance auf Platz 13 ist bei sechs Punkten Rückstand und einem Spiel mehr wohl dahin. Es gilt jetzt, nach hinten zu schauen, den vierzehnten Platz abzusichern und zu hoffen, dass nur drei Mannschaften absteigen.“ In Hohenecken soll mit einem Dreier die Absicherung gelingen. Schließlich geht es darum, den neuerlichen Abstieg nach dem im Jahr 2015 noch abzuwenden.