Kaiserslautern Wie ist die Lage, wie steht’s um den Nachwuchs?

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„Die Stimmung? Prima.“ – Gerrit Horns gute Laune spiegelt die Auftragslage der Handwerks-Unternehmer wie auch die Situation in der Kreishandwerkerschaft Westpfalz wider. Aber auch Magengrummeln plagt den Vorsitzenden Kreishandwerksmeister. Am Rande der Frühjahrsversammlung hat die RHEINPFALZ Horn gestern nach sonnigen Aussichten wie Wermutstropfen gefragt.

Herr Horn, sie strahlen. Wie geht’s ihnen, ihren Kollegen? Wie ist die Lage?

Richtig, richtig gut zurzeit. Auf dem Bau brummt’s, nicht zuletzt dank des milden Winters. Auch das Bau-Nebengewerbe ist obenauf. Und auch alle anderen Betriebe profitieren letztlich davon. Generell ist die Stimmung prima. Das ist deutschlandweit so, das gilt auch für unsere Unternehmen hier in der Westpfalz. Scheint denn momentan nur die Sonne? Oder sind auch dunkle Wolken zu sehen? Was uns Sorge bereitet – nicht erst seit gestern – sind die personellen Aussichten. Es fehlt an Nachwuchs. Und das wird immer gravierender. Dabei bietet das Handwerk jungen Menschen so tolle Chancen. Ausbildung, Meisterschule – es öffnen sich dann Türen zur Hochschule, auch ohne Abitur, auf einem anderen, soliden Weg. Nachwuchsförderung ist ein ganz wichtiges Thema für uns. Was wünschen sie sich sonst – außer motivierten Berufseinsteigern, außer lukrativen Aufträgen für all ihre Mitstreiter, die einen Betrieb führen? Ich wünsche mir, dass der Meistertitel nicht noch mehr beschnitten wird, sondern seine Bedeutung behält und Voraussetzung für die Betriebsgründung bleibt. Dabei geht’s mir nicht um meinen Stolz oder um Pfründe, sondern um die Qualität der Arbeit. Die leidet nämlich, ebenso wie die Ausbildung. Und den Verlust an Qualität, die unsere Stärke ist, können wir uns nicht leisten. (cha/Foto: Hamm)

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