Handball
Wie der TuS Dansenberg zum Spielverderber werden kann
Die Ausgangslage verspricht Spannung: Homburg führt die Tabelle drei Spieltage vor dem Saisonende mit drei Punkten Vorsprung an. Mit einem Sieg könnte das Team um die beiden ehemaligen Dansenberger Henning Huber und Robin Egelhof einen entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft gehen.
Für Dansenberg geht es darum, den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Der Rückstand auf Vallendar beträgt acht Punkte, auf Homburg sogar elf. Dennoch spielt das Team von Trainer Theo Megalooikonomou eine Schlüsselrolle im Titelkampf, da Vallendar auf die Schützenhilfe der Schwarz-Weißen angewiesen ist. Der TV Homburg steht aktuell mit 40 Punkten an der Tabellenspitze. Der einzige Verfolger ist der HV Vallendar (37). Mit einem Sieg im Derby könnte der Spitzenreiter die angestrebte Rückkehr in die Dritte Bundesliga bereits so gut wie perfekt machen.
Der HV Vallendar, der auf Schützenhilfe des TuS Dansenberg hofft, muss unabhängig davon seine Hausaufgaben bei den heimstarken HF Illtal machen. Nur so können die Koblenzer in Schlagdistanz bleiben und ihre Chancen auf den ersten Platz wahren.
Die 50-Tore-Schallmauer durchbrochen
Homburg geht nicht nur aufgrund des Heimvorteils als klarer Favorit ins Spiel. Die Saarpfälzer haben einen Lauf und peilen den neunten Sieg in Folge an. Kein Team hat bislang mehr Tore erzielt als der TVH, der beim 50:22-Kantersieg gegen Mühlheim-Urmitz Anfang April als bislang einziges Team die 50-Tore-Schallmauer durchbrach.
Im Hinspiel sah der TVH lange wie der sichere Sieger aus. Innerhalb weniger Minuten zog er auf 14:7 (26. Minute) davon. Unterstützt von einem stark parierenden Michael Hoppe im Tor und einem entschlossenen Marco Holstein im Angriff kämpfte sich der TuS heran. Spätestens beim 21:22 (46. Minute) lag der Ausgleich in der Luft, und auch beim 23:24 (50. Minute) war das Spiel völlig offen. Doch in den entscheidenden Momenten zeigte der TV Homburg seine Klasse. Der Ex-Dansenberger Robin Egelhof erzielte sieben Tore. Gemeinsam mit Jan-Philipp Valda (acht Treffer) brachte er die Gäste wieder auf Kurs und führte sein Team zu einem 31:28-Erfolg.
Ein Wiedersehen gibt es am Samstag auch mit dem ehemaligen TuS-Torhüter Henning Huber. Der 24-Jährige, der 2017 als A-Jugendlicher vom TV Thaleischweiler nach Dansenberg wechselte, gehörte bereits in der ersten Drittligasaison 2017/18 zum 16er-Kader und zeigte insbesondere in der Saison 2021/22, nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Stammtorhüter Kevin Klier, sein Potenzial zwischen den Pfosten. Auch die sportliche Leitung war mit der Entwicklung zufrieden, doch Huber entschied sich vor rund drei Jahren für einen Tapetenwechsel.